Wenn in Abteilungen gegeneinander gearbeitet wird oder in Gesprächen verschiedene Ansichten vertreten sind, wird Kommunikation schwierig. Wird eine Person stark verallgemeinernd, bildet dies einen Streitpunkt. Zu komplexe Differenzierung wiederum ist unverständlich und führt somit auch zu Konflikten. Insbesondere durch die vermehrte Nutzung von Sozialen Netzwerken und deren Einfluss auf unsere Kommunikation sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, Meinungsverschiedenheiten professionell zu klären und gemeinsame Lösungen zu finden. Dieser Beitrag liefert deshalb wertvolle Tipps für neutrale Dialoge.

Konflikte in Sozialen Netzwerken

Social Media ist zum festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Dadurch verändert sich auch die Art, wie wir miteinander kommunizieren. In den Sozialen Netzwerken zeigen wir andere Muster als in „realen“ Face-to-Face-Gesprächen. Insbesondere bei politischen Meinungen wird schnell geurteilt, Diskussionen werden hitzig und eine Art Hysterie unter Gleichgesinnten ist zu beobachten. Die Problematik liegt darin begründet, dass sich vielen hinter der Anonymität verstecken. Emotionen des Gegenübers sind nicht spürbar, da uns die Bildschirme voneinander trennen, und so liefert der geschriebene Text viel Interpretationsspielraum, was zu Meinungsverschiedenheiten führt.

Dabei wäre es völlig legitim, zu Themen keine Meinung zu haben, über die man nicht genügend informiert ist. Aber dennoch neigen viele dazu, sich trotzdem zu äußern – zum Teil auch basierend auf Informationen, die sie selbst nicht geprüft haben. Das überträgt sich auch auf Gespräche jenseits des Bildschirms. Vermeintliche Fakten vermischen sich immer mehr mit fremden Meinungen, was neutrale und offene Gespräche erschwert. Es wird außer Acht gelassen, dass eigene Einschätzungen vom Umfeld und der persönlichen Situation geprägt sind. Das Phänomen der Kluft bedingt, dass wir voreilig verurteilen und Menschen anhand ihrer Fragen, Einstellungen und Meinungen in Gruppen einteilen. So wächst auch das Misstrauen.

Die Regeln der Gesprächsführung

Die negativen Gesprächsmuster, die uns die Sozialen Netzwerke antrainiert haben, gilt es zur Klärung von Meinungsverschiedenheiten beiseite zu schieben. Bei Konflikten benötigen wir einen Dialog, müssen also offen und neutral ins Gespräch gehen, ohne den anderen unbedingt von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen. Ganz im Gegenteil sogar: Wir müssen dazu bereit sein, aufgrund von neuen Sichtweisen und Fakten auch unsere Meinung zu ändern. Offene Kommunikation bedeutet also auch, die eigenen Ansichten immer wieder zu hinterfragen und dann gegebenenfalls neu zu bilden. Wir müssen akzeptieren, dass wir Fehler machen und nicht alles wissen können. Daher ist Neugier eine gute Eigenschaft für aufschlussreiche Dialoge. Zudem sollten wir unsere Gespräche reflektieren. Meinungsverschiedenheiten entstehen zum Teil dadurch, dass wir zu impulsiv reagieren, statt unsere Reaktionen bewusst zu steuern.

Meinungsverschiedenheiten in Vertrieb und Führung

Viele Verkäufer arbeiten mit dem Mindset, den Interessenten beziehungsweise Kunden überzeugen zu müssen. So sind Meinungsverschiedenheiten keine Seltenheit. Eine solche Einstellung wird schnell übergriffig und widerspricht dem Ziel, sich auszutauschen und die beste Lösung zu finden. Immerhin möchte niemand einfach nur mit Argumenten überschwemmt und somit fast schon überredet werden. In einem offenen Dialog geht es also im Vertrieb darum, mit für die Situation passenden Beispielen und Schlussfolgerungen zu überzeugen. Der Verkäufer muss selbst an das glauben, was er anbietet, und auch auf Bedenken des Gegenübers individuell reagieren. So können Meinungsverschiedenheiten im Vertrieb auch bei Preisverhandlungen überwunden werden.

Was in Unternehmen häufig zu Meinungsverschiedenheiten führt, sind Umstrukturierungsmaßnahmen oder Neuerungen. Als Führungskraft muss der Dialog mit den Mitarbeitern gesucht werden, um für alle Beteiligten eine passende Lösung zu finden. Neue Ideen können sonst zur Spaltung des Teams führen, da einige das Gewohnte bevorzugen werden und somit Meinungsverschiedenheiten mit eher visionär-orientierten Kollegen entstehen. Die emotionale Bindung zu dem Bestehenden kann in manchen Fällen die Rationalität übersteigen, was in der Kommunikation zum Pulverfass wird. Es gilt, eine neutrale Gesprächsebene zu finden und in Dialogen Ängste abzubauen sowie gemeinsam Kompromisse zu finden.

Tipps für bessere Dialoge

Wer Meinungsverschiedenheiten vorbeugen möchte, sollte bereit sein, wirklich zuzuhören. Ehrliches Interesse, Fragen stellen und auf die Antworten eingehen geben schon früh ein Bild des Gegenübers, auf dessen Basis Sie besser kommunizieren können. Offene Fragen sowie Ich-Botschaften anstellen von Du-Vorwürfen fördern die wohlwollende Kommunikation. Statt vergangene Probleme zu fokussieren, sollte die zukünftige Entwicklung in den Fokus gerückt werden, um so auch die Motivation zu fördern. Zur positiven Kommunikation gehört auch der Verzicht auf Beleidigungen. Ebenso sollte aber auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden, um dann beleidigt das Gespräch verlassen zu können. Meinungsverschiedenheiten lassen sich nur aus dem Weg räumen, wenn auf sachliche Kommunikation gesetzt wird. Dazu zählt auch, keine Unterstellungen und Pauschalisierungen in das Gespräch einfließen zu lassen. Kontrollieren Sie Ihre Emotionen und kommunizieren Sie auf Augenhöhe. Wenn Ihr Gegenüber stets provoziert und emotional reagiert, suchen Sie das Gespräch nochmals zu einem anderen Zeitpunkt.

Wichtig ist auch, dass Sie sich bewusst sind, dass Ihr Weltbild automatisch Bestandteil Ihrer Äußerungen wird. Ihr Gegenüber kann somit Aussagen anders wahrnehmen als von Ihnen beabsichtigt. Entstehen dadurch neue Konflikte, ist es ratsam, Gemeinsamkeiten zu suchen und sich darauf zu besinnen. Insbesondere in der Zusammenarbeit im Team sind Fragen wie „Was wollen wir gemeinsam erreichen?“ sehr zielführend, wenn es darum geht, beginnende Konflikte aufzulösen.

So vermitteln Sie bei Meinungsverschiedenheiten

Wenn Sie zwischen zwei Parteien stehen, befinden Sie sich in einer unangenehmen Situation. Während die anderen

Sales-up-Call Cover mit Patrick Nini

KI-generiertes Bild

Gesprächsteilnehmer Zuspruch von Gleichgesinnten erhalten, sind Sie alleine. Jedoch sind Sie somit auch der Schlüssel füreine Einigung. Sie können als neutrale Position vermitteln und zur Findung eines Kompromisses beitragen. Stellen Sie also Regeln für das Gespräch auf, die sich an den oben genannten Tipps orientieren, und achten Sie auf deren Einhaltung. Wenn beide Parteien Rücksicht aufeinander nehmen und bereit sind, aufeinander zuzugehen und sich offen auszutauschen, werden Sie erfolgreich die Meinungsverschiedenheit überwinden können.

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Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

14. April 2021|Sales-up-Call|

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema "Dialog" anhören sollten:

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