Jeder kann frei sprechen. Es ist lediglich für viele ungewohnt. Meist mangelt es auch gar nicht an der Technik, sondern Unsicherheit ist das Problem. Dabei ist spontanes Sprechen auf einer Bühne oder in einem wichtigen Gespräch für Vertrieb und Führung extrem wichtig. Wie Sie darin besser werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der richtige Umgang mit Kommunikation

In der Kindheit, z. B. in der Schule, sammeln viele von uns negative Erfahrungen hinsichtlich des Themas frei sprechen. Vor Vorträgen war man nervös, verhaspelte sich oder verlor komplett den Faden. Daraus entstehende Ängste belasten sogar noch unser erwachsenes Ich. Auch die soziale Angst spielt eineSales-up-Call mit Margit Lieverz Rolle, denn häufig malen wir uns aus, welche negativen Konsequenzen unser Versagen in der jeweiligen Situation haben könnte. Immerhin würde Ihr Chef Sie vielleicht kündigen, wenn Sie jetzt diese eine wichtige Kundenpräsentation nicht tadellos über die Bühne bringen. Solche Gedanken steigern unsere Nervosität, wodurch wir eher dazu neigen, tatsächlich Fehler zu machen. Wir werden aufgeregt, versprechen uns schneller und gelangen so in eine Spirale aus Stress.

Der erste Schritt, um besser frei zu sprechen, ist also, die Selbstansprache zu verändern. Wenn Sie sich selbst „runtermachen“, verschlechtert das Ihre Performance und bremst Sie aus. Stattdessen sollten Sie in der Kommunikation – auch in der mit sich selbst – darauf achten, wohlwollend, würdigend und wertschätzend zu sprechen. Mit dieser positiven Grundhaltung kommen Ihre Botschaften ganz anders an, selbst wenn es sich einmal um Kritik handeln sollte. Sie dürfen und sollen ehrlich sein, aber dabei Ihr Gegenüber nicht persönlich angreifen oder bewusst verletzen. Auch Belehrungen von oben herab kommen nicht gut an. Genauso zwecklos ist es, sich zu verstellen. Diese Anstrengung können Sie sich sparen, da das in den häufigsten Fällen durchschaut wird.

Oft wird der Aspekt Körpersprache außer Acht gelassen, der Ihre wahre Intention sofort offen zur Schau stellt. In der Kindheit mussten wir immerhin unsere Mimik und Gestik nutzen, um auch ohne Worte kommunizieren zu können. Und genau das ist bis heute geblieben – unser Körper kommuniziert mit. Manchmal natürlich auch zu unserem Vorteil, denn unsere Gesten können das Gesagte auch unterstreichen.

Tipps fürs frei Sprechen

Vielen steht die Angst vorm Versagen im Weg, wenn Sie einen freien Vortrag halten möchten. So stupide es sich auch anhört, aber vertrauen Sie in sich selbst. In jedem von uns steckt all das, was wir fürs freie Sprechen brauchen. Wenn Sie selbst daran glauben, dass Ihre vorbereiteten oder auch spontanen Worte die gewünschte Wirkung erzielen, dann strahlen Sie das auch aus und kommunizieren leichter. Und selbst wenn ein Fehler passiert, geht davon die Welt nicht unter. Um die Angst vor dem freien Sprechen zu verlieren, müssen Sie sich klarmachen, dass eben auch Versprecher und Ähnliches dazugehören. Noch einfacher wird es, wenn Sie solche unangenehmen Situationen mit der richtigen Dosis Humor nehmen. Um am Ende dann auch positive Rückmeldung zu bekommen, sollten Sie auch Ihre Botschaft positiv verpacken. Machen Sie den Leuten Mut und regen Sie zu Lösungsansätzen an. Wenn Sie Ihr freies Sprechen verbessern wollen, müssen Sie offen sein für Veränderung und Rückmeldungen von außen. Bitten Sie also Kollegen um Feedback oder nehmen Sie sich vielleicht einmal selbst mit der Kamera auf, um zu sehen, woran Sie arbeiten müssen.

Sprechen und Präsentieren

Frei sprechen ist ein wichtiger Bestandteil in Präsentationen. Aber in diesem Feld gibt es noch mehr Aspekte zu beachten. Das beginnt schon ganz am Anfang mit dem Einstieg. Hier gilt: Ein positiver Opener gibt Ihnen Sicherheit und holt die Zuhörer ins Thema. Richten Sie schon Ihre ersten Worte entsprechend dem Ziel aus, dass Sie mit dem Vortrag verfolgen. Sie sollten sich klar darüber sein, warum Sie dastehen und reden und was Sie mit Ihrer Präsentation erreichen möchten. Ebenso wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Ende. Fassen Sie Ihre Schlussbotschaft in wenigen Sätzen zusammen, um das Key-Learning nochmals auf den Punkt zu bringen und nachhaltig in den Köpfen Ihres Publikums zu verankern. Sollten Sie einen Frageblock einbauen, gehört dieser vor Ihre Botschaft. Um sich wohler zu fühlen und sich besser auf das Publikum einzustimmen, sollten Sie sich im Vorfeld mit den Personen, die vor Ihnen sitzen werden, beschäftigen oder sogar vor dem Termin einmal unterhalten. So können Sie Ihr Publikum besser einschätzen. Und selbst wenn Sie während Ihres Vortrags in traurige oder grimmige Gesichter blicken, bleiben Sie ruhig, denn das entspannte Gesicht vieler Menschen lässt sich in ebendiese Richtung falsch deuten.

Professionell reagieren bei Störungen und Kritikern

Manchmal geht während Ihres Vortrags etwas schief – sei es, weil der Beamer ausfällt oder eine Person mittendrin reinkommt und alles stört. Dann gilt: Ruhe bewahren und lösungsorientiert bleiben. Informieren Sie ruhig Ihr Publikum, welches Problem gerade vorliegt und versuchen Sie dieses dann, gegebenenfalls mit Unterstützung, zu beheben. Und auch wenn das mal nicht klappt, sollten Sie vielleicht einmal überlegen, ob Sie Ihre Präsentation eigentlich auch ohne Anschauungsmaterial halten können.

Große Angst herrscht zumeist vor Störern und Kritikern. Aber keine Sorge – wenn jemand einfach nur stören will, wird er meist schon vom Publikum gebremst, das Ihren Worten zuhören möchte. Bei Kritikern oder kontroversen Meinungen ist das anders. Aber Interaktion sorgt dafür, dass ein Vortrag lebendig wird. Also nehmen Sie den Einwurf dankbar an, statt direkt in Abwehrhaltung zu gehen. Kritik bietet Ihnen immerhin auch die Chance, Ihre eigene Expertise zu verstärken und den Standpunkt mit den richtigen Argumenten zu untermauern. Gehen Sie also ruhig auf die Anmerkung ein, aber überlegen Sie sich im Vorfeld, wie viel Raum Sie solchen Unterhaltungen während Ihres Vortrags geben möchten. Das können Sie dann am besten schon zu Beginn kommunizieren, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Erlauben Sie beispielsweise währenddessen Fragen oder sollen offene Punkte erst am Ende besprochen werden?

Sprechen Sie einfach drauf los

Auch freies Sprechen wird durch Übung besser. Mithilfe der oben genannten Punkte wissen Sie nun, wie Sie sich am besten auf Ihren nächsten Vortrag vorbereiten und auch wie Sie mit Unerwartetem umgehen. Denken Sie daran: Frei sprechen kann jeder und alles, was Sie dafür brauchen, steckt schon in Ihnen.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie souverän Vorträge halten? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Margit Lieverz an. Die Moderatorin und Rednerin gibt im Interview wertvolle Tipps dazu, wie Sie leichter frei sprechen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

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Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Frei sprechen“ anhören sollten:

Sie werden schon bald selbst spontan überzeugen, denn Sie erfahren unter anderem...
  • …wie Ihre Kindheitsängste Sie nicht mehr blockieren.
  • …welche Fehler Sie im Umgang mit Kritikern vermeiden sollten.
  • …wie Sie gut in eine Präsentation einsteigen.
  • …an welchen Reden Sie sich orientieren können und was Sie aus ihnen lernen.
  • …wie Sie richtig mit Ihrem Körper kommunizieren.
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