Unsere Wahrnehmung ist relativ und kann von uns selbst gestaltet werden. Das heißt, wir entscheiden selbst, wie wir unsere Realität bewerten, was wir in den Fokus rücken und wie wir uns davon beeinflussen lassen. Damit uns all das um uns herum nicht überfordert, besitzen wir eine sogenannte selektive Wahrnehmung. Dadurch nehmen wir nur 2 % unserer Umgebung wahr – meistens eben das, was wir gerade unterbewusst sehen möchten. Wenn wir diese Wahrnehmung verändern, werden wir positiver, stressresistenter und erfolgreicher. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie genau das erreichen!
Inhaltsverzeichnis
Der richtige Fokus
Sie können selbst steuern, ob Sie sich auf Probleme fokussieren oder die positiven Dinge in Ihrem Leben in den Vordergrund rücken. Das ist ein Vorteil der selektiven Wahrnehmung. Viele von uns sehen sich selbst als Realisten. Dabei neigen wir tatsächlich eher zum Pessimismus. Natürlich sollen Sie jetzt nicht naiv sein und einfach blind auf das Gute vertrauen, ohne Warnsignale oder Ihre Intuition zu beachten. Tatsächlich empfiehlt sich aber eine Tendenz zum Optimismus, da eine positivere Sichtweise auch automatisch positive Geschehnisse anzieht. Zudem sind Sie wie alle anderen Menschen nicht immer in der Lage, Umstände zu verändern, die Ihnen nicht gefallen. Daher müssen Sie akzeptieren, was eben ist und nach neuen Lösungen zu suchen, statt gedanklich im Problem zu verharren. Eine lösungsorientierte und neutrale Denkweise erleichtert Ihnen das Leben. Sie dramatisieren Situationen nicht, sondern kommen aktiv ins Tun.
Außerdem neigen viele Menschen dazu, aufgrund eines schlechten Erlebnisses alles in einen negativen Rahmen zu setzen. Diese Vorverurteilung der Zukunft ist gefährlich, da wir so neuen Situationen nicht mehr offen gegenübertreten und uns gegebenenfalls Chancen verbauen. Sie sollten sich daher bewusstwerden, dass Sie Ihre Vermutungen auch täuschen können. Überlegen Sie doch einmal kurz: Wann und was ist das letzte Mal viel besser gelaufen, als Sie vorher gedacht hatten? Wer sagt Ihnen, dass das nicht wieder passiert? Lassen Sie sich von Ihrer Vergangenheit also nicht zu sehr beeinflussen!
Wertvolle Handlungsmuster
Wie bereits erwähnt garantiert Ihnen niemand, dass Dinge schlecht laufen werden. Wenn Sie aber bereits im Vorfeld gedanklich visualisieren, dass etwas sehr gut laufen wird, erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass es auch so passieren wird. Ihre selektive Wahrnehmung wird nämlich darauf ausgerichtet, diese positiven Merkmale in den Vordergrund zu rücken. Stehen Ihnen schwierige Situationen bevor, können Sie auch deren Verlauf beeinflussen. Spielen Sie den Ablauf in Gedanken durch und unterbrechen Sie Ihre alten Handlungsmuster, in denen Sie negativ reagiert haben. Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld, wie Sie typische Hürden wie die Vorzimmerdame meistern könnten. Begegnen Sie Ihrem Gegenüber positiv, wird sich das auch auf ihn auswirken. Ihre Haltung und Intention sind für Ihren Gesprächspartner unterbewusst spürbar. Also achten Sie darauf, was Sie ausstrahlen möchten. Wenn Sie entspannt sind, können Sie es sogar schaffen, auch Ihren gestressten Kunden zur Ruhe zu bringen. Ausschlaggebend sind dafür auch Themen, die Sie im Small Talk anschneiden.
Sehr effektive, kleine Rituale können ebenfalls dazu dienen, Ihre Wahrnehmung positiver werden zu lassen. Setzen Sie beispielsweise immer wieder kleine Energiebringer ein, wie den morgendlichen Gang zur Kaffeemaschine und den ersten Schluck der warmen Flüssigkeit ganz in Ruhe. Oder nehmen Sie sich immer wieder bewusst Zeit dafür, zu überlegen, was die Woche besonders gut gelaufen ist und wofür Sie dankbar sein können. Dadurch konditionieren Sie Ihre selektive Wahrnehmung, insbesondere auf diese Dinge zu achten.
Reduzierung von Stress
Wie wir bestimmte Hürden bewerten, verändert sich im Laufe unseres Lebens. Das liegt daran, dass sich auch unsere Interessensschwerpunkte verändern. Beispielsweise kennen sicherlich viele Vertriebler den Druck, unbedingt einen Abschluss machen zu müssen, während der Interessent immer wieder zögert. Nutzen Sie hier Ihre selektive Wahrnehmung, um Ihren Stress zu reduzieren. Denn Fakt ist: Nur, weil der Interessent zögert, kann er immer noch bei Ihnen kaufen. Unsere Haltung beeinflusst uns und unsere Umgebung. Auch hier wird deutlich, wie wichtig eine positive, optimistische Betrachtungsweise ist. Sie hilft uns auch, resistenter gegen Krisen zu werden. Steigern Sie sich also nicht in dieses Zögern des Kunden rein, sondern blicken Sie auf die Tatsachen. So beruhigen Sie sich und senken Ihren Stresslevel. Stehen Sie vor einer solchen Hürde, sprechen Sie mit Ihren Kollegen. Aber lassen Sie sich nicht weiter runterziehen! Suchen Sie nach Rat, nach einer neuen Perspektive und sprechen Sie sich selbst Mut zu.
Tipps zur selektiven Wahrnehmung

KI-generiertes Bild
Stellen Sie sich Ihr Gegenüber – egal ob Kunde, Mitarbeiter oder fremde Person – als Freund vor. So starten Sie positiv in das Gespräch. Empathie, Authentizität und sogenannte Magic Words, also übertrieben positive Worte, wirken sich ebenfalls auf Ihren Erfolg aus. Wenn Sie doch einmal in negativen Gedanken feststecken, gibt es einen einfachen und sehr effektiven Tipp: Lächeln Sie sich selbst im Spiegel an oder – wenn Sie wirklich ungestört sind – lachen Sie laut. Ihr Gehirn kann nicht unterscheiden, ob diese Emotion gerade echt ist, polt Ihre Stimmung aber entsprechendum. Atmen Sie fünfmal tief durch, schütteln Sie Stress ab, reflektieren Sie, was passiert ist und was Sie davon in den Fokus Ihrer selektiven Wahrnehmung rücken möchten. So können Sie sich auf neue Gespräche oder andere Herausforderungen einstellen, ohne direkt negativ und gestresst zu sein. Streichen Sie zudem Verneinungen aus Ihrem Sprachgebrauch und dem Wortschatz Ihrer Gedanken. Unser Gehirn kann diese nur schwer als solche wahrnehmen, wodurch Sie sich teilweise ungewollt negativ beeinflussen. Öffnen Sie sich lieber für die positiven Dinge, die um Sie herum passieren.
Fazit
Unsere selektive Wahrnehmung hilft uns dabei, von unserem Alltag und allen Erlebnissen nicht überfordert zu sein. Dadurch kann es aber vorkommen, dass wir uns zu sehr auf die negativen Dinge fokussieren und uns wichtige Erfolgschancen verbauen. Damit es Ihnen nicht so geht, konditionieren Sie Ihre Wahrnehmung bewusst auf die Dinge, die gut laufen. Seien Sie offen gegenüber Veränderungen und lassen Sie sich nicht von der Vergangenheit verunsichern. Alles kann besser laufen, als Sie vielleicht gerade in diesem Moment denken!
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Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!