Eine gute Führungskraft kann ihr Team inspirieren, motivieren und zu Bestleistungen anspornen. In turbulenten Zeiten sind diese Fähigkeiten gefragter denn je. Doch was macht eine gute Führungskraft aus? Und wie lässt sich inmitten des Wandels ein stabiles Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter gerne bereit sind, über sich hinauszuwachsen? In diesem Blogbeitrag finden Sie Antworten und erfahren, wie Sie Ihre Mannschaft in unsicheren Zeiten sicher führen.

Eine gute Führungskraft schafft Sicherheit und gibt Stabilität

Je turbulenter das Umfeld, umso wichtiger ist es, dass Führungskräfte in der Lage sind, ihren Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Das gilt auch dann, wenn die Führungskraft selbst nicht weiß, was die Zukunft bringen wird. Dieses Spannungsfeld stellt viele Personalverantwortliche vor enorme Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, Sicherheit neu zu definieren. Anstatt sich ausschließlich auf externe Sicherheitsnetze zu verlassen, müssen Führungskräfte tragfähige Beziehungen zu ihren Teammitgliedern aufbauen und interne Anker schaffen. Das geht mit aktiver Kommunikation und Nähe. Will eine Führungskraft in turbulenten Zeiten ihrer Aufgabe gerecht werden, muss sie ihren Mitarbeitern bewusst zuhören, wenn möglich für Klarheit zu sorgen und eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen. Nur so können Gefühle wie Angst und Besorgnis durch ein inneres Gefühl von Sicherheit ersetzt werden.

Modernes Leadership basiert auf ehrlicher Kommunikation

Eine klare und ehrliche Kommunikation ist der Eckpfeiler moderner Führung. Will eine Führungskraft authentisch sein, muss sie offen kommunizieren – auch dann, wenn etwas schiefgelaufen ist. Letztlich geht es bei effektiver Führung darum, eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen – und das gelingt am besten mit einer Gesprächsbasis, die auf Ehrlichkeit, Transparenz und Respekt beruht.

Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie auf jede Frage sofort eine Antwort wissen. Viel wichtiger ist es zu erkennen, wo die Grenzen des eigenen Wissens liegen. Mögliche Fehleinschätzungen können auf dieser Basis zeitnah korrigiert werden. Soweit die Theorie. In der Praxis gehört das Eingestehen von Fehlern allerdings eher seltener zu den Kernkompetenzen von Menschen in Führungspositionen.

Viele Führungskräfte machen Versprechungen, die sie nicht halten können. Die Konsequenz? Ihre Mitarbeiter fühlen sich verraten, sind frustriert und nehmen sich im schlimmsten Fall an der Vertuschungspolitik ihrer Vorgesetzten ein Vorbild.

Und genau das ist der springende Punkt: Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion. Je mehr Mitarbeiter auf die Ehrlichkeit und Integrität ihrer Führungskraft vertrauen können, umso effizienter werden sie zusammenarbeiten. Es entsteht ein Umfeld, in dem jeder Einzelne nach Lösungen sucht, anstatt die Schuld abzuschieben oder sich hinter falschen Aussagen zu verstecken.

Auf den Punkt: Eine einfache Sprache bringt sichtbare Ergebnisse

Auch die Art der Sprache macht einen großen Unterschied, wenn es um Führung geht. Je klarer Sie sich ausdrücken, umso eher werden Ihre Ansagen umgesetzt. Dennoch neigen viele Führungskräfte dazu, abstrakte Begriffe zu verwenden, die schwer zu verstehen sind. Wenn Sie es besser machen wollen, gehen Sie einen anderen Weg und fragen sich bewusst, was Sie eigentlich sagen wollen. Gerade in turbulenten Zeiten ist wichtig, sich extrem präzise auszudrücken. Eine gute Führungskraft verlässt sich nicht auf abstrakte Kunstbegriffe, sondern hat die Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte mit einfachen Worten auf den Punkt zu bringen.

Die innere Haltung einer Führungskraft macht den Unterschied

Erfolgreiche Führungskräfte wissen, welche Auswirkungen ihre Worte auf andere haben können. Sie wollen inspirieren, anstatt Angst zu schüren. Sie wollen einen konstruktiven Dialog anregen, anstatt eine Mauer des Schweigens aufzubauen. Aus diesem Grund suchen sie den Dialog – und zwar auch dann noch, wenn Menschen bewusst versuchen, ihnen ihre Worte im Mund herumzudrehen.

Dabei kann es hilfreich sein, wenn die Führungskraft ihre eigenen Werte kennt und weiß, wofür sie steht. Diese Klarheit hilft dabei, selbstbewusste Entscheidungen zu treffen. Ist die geforderte innere Stärke hingegen nicht gegeben, verstricken sich Führungskräfte schnell in Widersprüchen, die sich auch in der Kommunikation bemerkbar machen.
Das ist vor allem dann der Fall, wenn versucht wird, es allen Beteiligten recht zu machen.

Fragen Sie sich deshalb regelmäßig: Bin ich mir selbst treu geblieben? Bin ich meiner Linie gefolgt? Im besten Fall beantworten Sie diese Fragen mit einem klaren Ja, denn eines ist sicher: Sie werden keine hundertprozentige Zustimmungsquote erreichen. Das hat noch nicht einmal Jesus geschafft. Ihr innerer Kompass ist vor diesem Hintergrund immer Ihr bester Ratgeber.

Komplex muss nicht kompliziert sein

Werden Führungskräfte mit einer neuen komplexen Situation konfrontiert, ziehen sie sich oft auf gewohnte Handlungsweisen zurück. Das gilt selbst dann, wenn sie eigentlich wissen, dass das Vertraute inmitten des Sturms nicht mehr funktioniert. Dieses Verhalten ist menschlich und macht sich besonders dann bemerkbar, wenn der Stresspegel hoch ist. In solchen Zeiten kann es verlockend sein, sich an Bekanntes zu klammern und alles zu verdrängen, was anders ist. Ganz nach dem Motto: Bisher hat es ja auch irgendwie geklappt.

Vor diesem Hintergrund brauchen Transformationsprozesse Zeit, aber sie können letztendlich enorme Potenziale freisetzen.

Langfristige Planungen funktionieren nicht mehr

Sales-up-Call Cover mit Stefan Reutter | Führung in wilden ZeitenLassen Sie sich also von komplexen Aufgaben in turbulenten Zeiten nicht einschüchtern, sondern suchen Sie aktiv nach neuen Lösungsansätzen. Eine Möglichkeit, um komplexe Prozesse einfacher zu gestalten: Denken Sie in kürzeren Abschnitten als bisher!

Anstatt zu versuchen, die Zukunft in fünf Jahren vorherzusagen, müssen Führungskräfte lernen, auf einem schmalen Pfad zu navigieren. Einem Pfad, der auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ausgerichtet ist. Das bedeutet, dass sie sich auf unvorhersehbare Situationen einlassen und akzeptieren, dass ein ständiger Wandel unvermeidlich ist.

Dazu gehört auch, ein gewisses Maß an Autorität und Kontrolle abzugeben. Wenn eine Führungskraft gute Arbeit macht, kann sie ihren Teammitgliedern vertrauen, unbürokratisch die Initiative zu ergreifen, wenn etwas nicht klappt wie geplant. Schnelle und kreative Lösungsansätze mit kurzfristigen Zwischenzielen sind immer besser als langfristige Pläne, die in den meisten Fällen ohnehin nicht umsetzbar sind.

Was ist Ihr Selbstverständnis als Führungskraft?

Wenn Sie als Führungskraft relevant bleiben wollen, ist Selbstreflexion ein wichtiger Schlüssel. Fragen Sie sich, wie Sie Ihre Rolle definieren möchten und welche Verantwortung damit verbunden ist. Dieser Prozess der Selbstbeobachtung kann unerwartete Stärken zutage fördern und in der Konsequenz Teams zu Bestleistungen bewegen.

Bei moderner Führung geht es nicht mehr nur darum, Befehle auszuführen. Stattdessen liegt es in der Verantwortung der Führungskraft, dafür zu sorgen, dass alle gemeinsam aktiv an Lösungen arbeiten, anstatt auf Anweisungen einer höheren Macht zu warten. Um dies wirksam zu tun, müssen Mitarbeiter das Gefühl haben, selbständig denken zu dürfen. Sie müssen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten wertgeschätzt und respektiert fühlen.
Nur so kann in turbulenten Zeiten ein echter Wandel stattfinden, der Ihr Unternehmen weiterbringt.

Entwicklung durch Austausch!

Natürlich ist der wertschätzende Umgang miteinander nur die eine Seite der Medaille. Letztlich besteht Ihre Aufgabe als Führungskraft darin, Ihr Unternehmen besser zu machen. Entwicklung hat vor diesem Hintergrund nicht nur mit einem respektvollen Dialog, sondern auch mit Konfrontation und einem knallharten Feedback zu tun. Soll sich ein Unternehmen entwickeln, sind beide Komponenten nötig, denn nur so entsteht eine positive Streitkultur. Wenn es Ihnen als Führungskraft gelingt, eine gesunde Mitte finden, in der Ihre Mitarbeiter im respektvollen Meinungsaustausch gemeinsam wachsen, haben Sie schon viel geschafft.

Worauf es sonst noch ankommt, wenn Sie Ihr Team in turbulenten Zeiten sicher führen wollen, habe ich für meinen aktuellen Sales-up-Call ausführlich mit dem erfolgreichen Buchautor, Speaker und Coach Stefan Reutter besprochen. Hören Sie am besten gleich nach, wie Führungskräfte mit seinen Tipps erfolgreicher werden.

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema "Führung in wilden Zeiten" anhören sollten:

Sie erfahren:

  • … wie Führung in schwierigen Zeiten funktioniert.
  • … warum nicht getroffene Entscheidungen zu Problemen führen.
  • … weshalb Führungskräfte heute risikobereiter sein müssen als früher.
  • … warum Kompromisse auf Dauer nicht glücklich machen.
  • … worauf es bei einer offenen Kommunikation ankommt.