Unser Privatleben ist wichtig für unseren beruflichen Erfolg. Wir können daraus Kraft schöpfen und Halt finden, wenn es im Job mal schwierig wird. Deshalb entscheiden sich viele dafür, eine klare Grenze zwischen Privatem und Beruflichem zu ziehen. Dennoch ist es wichtig, an ausgeglichenen Beziehungen im privaten Umfeld zu arbeiten. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Ein ausbalanciertes Privatleben ist Arbeit

Sicherlich haben Sie Kollegen, die keine Einblicke in Ihr Privatleben geben. Sie teilen in sozialen Netzwerken nichts Privates und sprechen auch nicht darüber. Andere wiederum erzählen ständig von den Kindern, Schwiegereltern oder Ausflügen mitdem Partner. Trotzdem sind das keine Indikatoren dafür, dass es sich in dem einen oder in dem anderen Fall um ein ausgeglichenes Privatleben handelt. Oft lassen wir uns nach außen nicht ansehen, wenn es privat Probleme gibt. Dadurch sinkt auch unsere Bereitschaft, an eben diesen Baustellen zu arbeiten. Paartherapien beginnen beispielsweise oft erst, wenn die Beziehung bereits vor dem Aus steht.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein Umdenken stattfindet. Wenn im Job ein Problem auftritt, dann arbeiten wir daran. Uns muss bewusst werden, dass auch unsere privaten Baustellen wichtig sind und wir daran arbeiten müssen. So können wir uns wie im Job auch bei Beziehungsthemen weiterbilden oder einen Coach zur Hilfe nehmen. Auch wenn wir Privates und Berufliches trennen, sind wir doch eine ganze Person. Wir können nicht einfach einen Teil davon ausschalten. Wenn wir von der Arbeit frustriert sind, nehmen wir das mit nach Hause. Und umgekehrt nehmen wir den Stress aus unseren Beziehungen mit ins Unternehmen. Selbst wenn wir uns bemühen, den Frust nicht an Unbeteiligten auszulassen, beeinflusst dieser Zustand natürlich die Stimmung. Deshalb müssen wir für Balance in beiden Bereichen sorgen.

Die Kraft von Beziehungen

Unsere Beziehungen haben einen Rhythmus, der berücksichtigt, dass wir meist nicht viel Zeit füreinander haben. Daher kommt es schnell zu Reibungen, wenn wir beispielsweise durch Homeoffice plötzlich mehr mit unserem Partner zusammen sind. Wenngleich dies häufig zu Trennungen führt, zeigt sich hier auch eine Chance. Während der gemeinsamen Zeit lässt sich leicht rausfinden, wo man als Paar steht und woran man arbeiten muss. Rituale in unserem Privatleben geben Stabilität und verbinden uns mit dem Partner. Gleichzeitig laufen wir Gefahr, in einer Routine festzustecken, die uns nicht guttut. Aus Angst, den anderen zu verletzen, neigen wir dazu, Gewohnheiten einfach beizubehalten. Sie sollten daher immer wieder die Möglichkeit einräumen, zu prüfen, ob die Ausrichtung Ihrer Beziehung noch stimmig ist.

Grundlegend sollten Sie auch einige Werte in Ihre Beziehung einfließen lassen, die das Miteinander harmonischer und somit auch leichter gestalten: Seien Sie ehrlich zu Ihrem Partner. Sprechen Sie immer wieder darüber, was Sie beide wollen und was Ihnen im Leben wichtig ist. Hierbei handelt es sich um ausschlaggebende Kriterien für die passende Partnerwahl. Gleiche Werte und Ziele verbinden, auch ohne dass da unbedingt Schmetterlinge im Bauch sein müssen. Es ist wichtig, dass Sie sie selbst sein können. Diese Verlässlichkeit in Ihrer Beziehung gibt Ihnen Rückenwind. Zusätzliche Kraft kö

nnen Sie aus der Zeit ziehen, die Sie nur mit Ihrem Partner alleine verbringen – ohne Störungen von außen, ohne Smartphones und ohne Kinder. Nehmen Sie sich bewusst diese Auszeiten.

Umgang mit Konfliktsituationen

Selbst die harmonischsten Paare haben Streit. Gerade diese Reibungen prägen aber eine Beziehung. Essenziell ist es, dass beide Beteiligten eigene Fehler einräumen können und auch gewillt sind, diese auszubessern. Dabei gilt es, faire Grenzen einzuhalten. Sexistische Übergriffigkeit ist völlig fehl am Platz und nicht nur ein rein männliches Problem. Frauen neigen in Beziehungen dazu, an ihren Männern herumzukritisieren, sie bloßzustellen und auf diese Weise die gemeinsame Partnerschaft zu vergiften, weil sie ihrem Gegenüber dauerhaft ein schlechtes Gefühl vermitteln. Wenn Ihnen Ihre Beziehung nur noch Kraft raubt, statt Ihnen Aufwind zu geben, ist dies ein deutliches Warnsignal, dass sich etwas in die falsche Richtung entwickelt. Auch wenn es wichtig ist, Veränderungen in Ihre Beziehung einfließen zu lassen, muss dies in einem Rahmen geschehen, in dem sich beide wohlfühlen. Andernfalls sollten Sie über die Möglichkeit nachdenken, Hilfe von außen hinzuzuziehen.

Die eigenen Prioritäten ausleben

Der externe Blick hilft Ihnen auch dabei herauszufinden, welche Prioritäten im Laufe der Beziehung vielleicht vernachlässigt wurden. In vielen Partnerschaften ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem ein Nein bestimmender ist als ein Ja. Aus Angst vor Ablehnung werden die eigenen Wünsche nicht mehr geäußert. Es bleibt nur noch ein kleiner Spielraum an Möglichkeiten, in dem Sie sich bewegen können. So staut sich unterdrückte Wut an, die herausbricht, ohne dass der Partner den Ursprung so richtig nachvollziehen kann. Daher ist es in Beziehungen wichtig, auch an den eigenen Prioritäten festzuhalten, deren Bedeutung gegenüber dem Partner zu verteidigen und gemeinsam Alternativen oder Kompromisse zu finden. Nein-Sager müssen auch mal nachgeben und Ja-Sager mehr Optionen anbieten. So ergibt sich eine neue Dynamik in der Beziehung, die beide langfristig glücklicher macht.

Cover Sales-up-Call mit Susanne Wendel

Das Geheimnis eines ausbalancierten Privatlebens

Aus unseren Beziehungen können wir Kraft schöpfen, aber wir müssen auch darin investieren. Wie auch im beruflichen Kontext müssen Sie sich und Ihren Partner immer wieder auf die Probe stellen, sich Veränderungen anpassen und sich selbst Raum geben. Gemeinsam Konflikte und stressige Situationen zu meistern kostet Nerven, schweißt aber auch zusammen. Sie bekommen Rückhalt und treten so stärker im Job auf. Arbeitgeber sollten deshalb Interesse daran haben, dass es ihren Mitarbeitern privat gut geht. Während Überstunden akzeptiert werden, wenn auf der Arbeit die Timings knapp werden, sind Freiheiten für privaten Stress eher noch eine Ausnahme. Dabei sollte das berufliche Umfeld ebenso Rücksicht darauf nehmen, wenn Familienmitglieder krank sind oder sonstige Ausnahmesituationen eintreffen. Offene Kommunikation und ein gutes Konfliktmanagement werden diese Entwicklung in Zukunft sicherlich noch weiter vorantreiben, sodass ein ausbalanciertes Privatleben immer mehr zur Kraftquelle und zum Karriere-Booster werden kann.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie Ihr Privatleben so gestalten, dass Sie daraus Kraft schöpfen können? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Susanne Wendel an. Der Sexual- und Leadership-Coach gibt im Interview hilfreiche Tipps, wie Sie in Ihren Beziehungen glücklicher und damit insgesamt erfolgreicher werden.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

Fotoquelle Titelbild: © fizkes/Shutterstock.com

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema "Erfolgsfaktor Privatleben" anhören sollten:

Sie erfahren...

  • …wie Sie sich Hilfe holen, bevor Beziehungen am Abgrund stehen.
  • …warum Romantik nicht das Wichtigste in Beziehungen ist.
  • …wie man am besten die Zeit für das Privatleben einplant.
  • …welchen Einfluss Kinder auf Ihren beruflichen Erfolg haben.
  • …welche Veränderungen im Berufsleben aus neuen Beziehungsformen resultieren.