Wenn Vertriebsmitarbeiter Reden halten, geht das häufig mit schweißnassen Händen und Unsicherheit einher. Vor einem großen Publikum zu sprechen, ist eben doch etwas anderes als die direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Gleichzeitig kann eine gelungene Rede aber auch ein enormes Hochgefühl mit sich bringen. In diesem Beitrag erfahren Sie deshalb, worauf es ankommt, wenn Sie eine Rede halten wollen, die bei Ihren Zuhörern ankommt.

Reden halten kann man lernen

Vertrauen aufbauen, inspirieren, Wissen weitergeben: Es gibt viele Gründe, weshalb Menschen gerne die Chance nutzen wollen, vor einem großen Publikum zu sprechen. Vor allem dann, wenn sie zuvor bereits die Erfahrung gemacht haben, wie gut sich eine gelungene Rede anfühlen kann. Erfüllt die Rede ihren Zweck, kann der Redner spüren, wie sich die Energie im Raum verändert. Seine Zuhörer sitzen plötzlich etwas aufrechter. Sie beugen sich vor. Sie hören bewusst zu, um ja kein Wort zu verpassen. Das ist die Wirkung einer großen Rede.

Haben Sie jetzt vielleicht den ein oder anderen Redner im Kopf, der Sie – live oder im Internet – auf genau diese Weise begeistert hat? Dann wissen Sie aus eigener Erfahrung, was eine gelungene Rede auslösen kann.

Die gute Nachricht lautet: Reden halten kann jeder lernen. Nicht nur Ihr charismatischer Chef, sondern auch Sie, Ihr Lieblingskollege oder Ihr Nachbar, dem bereits beim Gedanken an eine Rede die Knie zittern. Jeder einzelne Mensch kann mit seinen Worten berühren, solange er eine interessante Botschaft hat und weiß, was sein Publikum von ihm braucht.

Worauf es dabei ankommt, sehen wir uns jetzt genauer an.

Kennen Sie Ihr Publikum?

Wer Reden halten will, die ankommen, muss zuerst verstehen, was sich seine Zuhörer erwarten. Regel Nummer eins lautet vor diesem Hintergrund: Schneiden Sie Ihre Botschaft speziell auf Ihr Publikum zu – nicht auf Ihre Zielgruppe! Wo der Unterschied liegt? Bei Ihrer Zielgruppe handelt es sich um die Gruppe von Menschen, die Sie zu beeinflussen hoffen. Bei Ihrem Publikum handelt es sich um die Gruppe von Menschen, die Ihnen tatsächlich zuhört. Die Bedürfnisse dieser beiden Gruppen können von Fall zu Fall äußerst unterschiedlich sein.

Setzen Sie sich deshalb genau damit auseinander, vor welchen Menschen Sie sprechen, anstatt aus Zeitgründen zu versuchen, eine Vorlage für alle passend zu machen.

Was sind die Interessen Ihrer Zuhörer? Was sind ihre Probleme und Erwartungen? Je genauer Sie diese Fragen beantworten können, umso leichter wird es Ihnen fallen, eine gelungene Rede zu halten.

Trainieren Sie Ihre Fähigkeit, Reden zu halten

Beim Halten von Reden geht es nicht nur darum, sich vor ein Publikum zu stellen und einen vorbereiteten Text vorzutragen. Es geht darum, sich auf die Zuhörer einzulassen, sie auf einer emotionalen Ebene anzusprechen und sie zum Handeln zu bewegen. Genau das funktioniert aber nur mit der nötigen Vorbereitung.

Nehmen Sie sich deshalb genügend Zeit, Ihre Rede zu üben. Entweder vor einem Spiegel oder vor Freunden und Kollegen, die Ihnen ein direktes Feedback geben. So wird es Ihnen leichter fallen, Bereiche zu identifizieren, an denen Sie noch arbeiten müssen. Nutzen Sie diese Chance, um ungünstige Formulierungen oder Übergänge zu erkennen, die Ihren Redefluss stören.

Sie werden sehen: Je öfter Sie Reden halten, desto natürlicher und wirkungsvoller geht Ihnen diese Aufgabe von der Hand. Mit etwas Übung werden Sie in der Lage sein, Ihren eigenen, einzigartigen Stil zu entwickeln. Und Sie werden sicherstellen können, dass Ihre Botschaft zuverlässig ankommt.

Wie Sie Ihre Nerven in den Griff bekommen und inspirierende Reden halten

Ein selbstbewusstes Auftreten gehört ebenfalls zu den Fähigkeiten erfolgreicher Redner. Was fällt Ihnen dazu ein? Vermutlich denken Sie jetzt an Punkte wie direkten Augenkontakt, eine einnehmende Körpersprache oder das Einfügen kleiner Anekdoten. Das alles mag stimmen, ist aber oft leichter gesagt als getan.

Was können Sie also tun, wenn Sie unsicher sind und möglicherweise sogar mit körperlichen Symptomen wie schweißnassen Händen oder zitternden Knien zu kämpfen haben?

Der wichtigste Rat: Lassen Sie Ihre Gefühle zu, anstatt sie krampfhaft wegzuschieben. Nur wenn Sie Ihre Verunsicherung bewusst wahrnehmen, können Sie im nächsten Schritt daran arbeiten, die Ursachen zu beseitigen. Jeder Mensch kann lernen, die nötigen Denkweisen und Handlungsmuster zu entwickeln, um in Krisensituationen locker zu bleiben. Vielleicht benötigen Sie dafür die externe Hilfe eines Coachs, doch genau dieser Schritt hat sich bereits für viele andere Vertriebsprofis bezahlt gemacht. Weshalb sollten Sie sich selbst immer wieder quälen müssen, wenn Ihnen ein Profi innerhalb kürzester Zeit mit tragfähigen Strategien helfen kann?

Sie schaffen das auch alleine? Dann denken Sie daran: Es ist völlig normal, nervös zu sein. Gelassenheit lässt sich nicht erzwingen, und niemand erwartet Perfektion. Ganz im Gegenteil: Wer denkt, er müsse einen Vortrag möglichst perfekt abspulen, der wird schnell an seine Grenzen stoßen. Im Zweifel kommt Authentizität immer besser an als ein Redner ohne Ecken und Kanten.

Kennen Sie Ihre Stärken und Schwächen?

Die besten Redner beschäftigen sich nicht nur mit ihren Inhalten und den Bedürfnissen ihres Publikums, sondern auch mit sich selbst. Sie stellen sich Fragen wie: Wer bin ich? Was will ich? Warum will ich das? Und wie will ich das erreichen? So simpel diese Fragen zunächst auch klingen mögen, sind sie oft gar nicht so leicht zu beantworten. Haben Sie Ihre persönlichen Antworten allerdings erstmal gefunden, können Sie sich im Anschluss damit beschäftigen, welche Komponenten Ihnen zum Erreichen Ihrer Ziele zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich können Sie auf Körpersprache, Stimme, Gestik und Mimik zurückgreifen, wenn Sie gelungene Reden halten wollen. Aber sind Sie wirklich zuverlässig in der Lage, diese Komponenten gezielt einzusetzen? Viele Menschen sprechen tendenziell zu hoch, zu tief oder zu schnell. Anderen macht ihre Körpersprache einen Strich durch die Rechnung.

Beschäftigen Sie sich deshalb mit Ihren Stärken und Schwächen. Fragen Sie sich, welche Redewendungen Sie häufig verwenden, wie Ihr Tonfall bei welchen Inhalten variiert, wann Sie atmen und wie sich Ihre Wirkung dadurch verändert. Nur wenn Sie sich dieser Punkte bewusst sind, werden Sie in der Folge überzeugend und selbstbewusst Reden halten können.

Dialog statt Monolog: Worauf es ankommt, wenn Sie Ihr Publikum mitreißen wollen

Ebenso wichtig: Machen Sie sich bewusst, dass es sich bei einer guten Rede niemals nur um einen klassischen Monolog handeln darf. Ansonsten würde es schließlich ausreichen, dem Publikum eine Audiodatei mit Ihrer Botschaft vorzuspielen.

Beim Reden halten geht es darum, einen inneren Dialog anzuschieben. Sie möchten, dass Ihre Zuhörer mitdenken und sich bewusst mit Ihren Inhalten auseinandersetzen. Das gelingt aber nur, wenn Sie es schaffen, mithilfe Ihrer Stimme, Ihrer Körpersprache, Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Aussagen eine Verbindung zwischen sich und Ihrem Publikum herzustellen. Im Anschluss können Sie dann damit beginnen, den inneren Dialog Ihrer Zuhörer zu steuern. Das funktioniert zum Beispiel mit gezielten Fragen oder Anekdoten, die Ihre Zuhörer inspirieren und sie dazu bringen, ihre bisherige Perspektive zu hinterfragen.

Klappen kann all das aber nur, wenn Sie wirklich dialogbereit sind und nicht darauf abzielen, wie ein Missionar die einzig wahre Wahrheit zu verkünden.

Reden halten funktioniert heute anders als früher

Denken Sie auch immer daran, dass sich mit dem technischen Fortschritt in den vergangenen Jahren die Kommunikationsvorlieben der Menschen verändert haben. Das gilt nicht nur für die Alltagskommunikation, sondern auch für Vorträge und Reden. Mehr und mehr werden Sie sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass Ihre Zuhörer sich nicht mehr ausschließlich auf Sie konzentrieren. Stattdessen werden sie möglicherweise Ihre Aussagen auf dem Smartphone überprüfen, noch während Sie Ihre Rede halten. Oder in Echtzeit in den sozialen Medien ihre Erfahrungen posten. Anstatt sich darüber zu ärgern, können Sie diese Entwicklung nutzen, um sich gezielt mit Ihrem Publikum zu verbinden. Niemand hält Sie davon ab, digitale Tools in Ihre Rede einbauen. Ganz im Gegenteil.

Aber Achtung: Auch in diesem Zusammenhang ist weniger häufig mehr. Die Wirkung guter Redner resultiert nicht zuletzt aus ihrer Fähigkeit, einen eigenen persönlichen Stil zu finden. Vor diesem Hintergrund sollten Sie sicherstellen, dass die technischen Hilfsmittel, die Sie einsetzen, auch wirklich zu Ihrem Auftritt passen. Sie müssen nicht jedem Hype nachlaufen oder auf Teufel komm raus die großen Redner dieser Welt imitieren, denen ganze Teams bei ihrer Performance helfen. Konzentrieren Sie sich stattdessen lieber auf Qualität und Ihre persönliche Wirkung.

Worauf es sonst noch ankommt, wenn Sie gelungene Reden halten wollen, habe ich für meinen aktuellen Sales-up-Call mit Esther Schweizer besprochen. Als ausgebildete Schauspielerin, Moderatorin und Rednerin weiß die gefragte Vortragstrainerin genau, was eine gute Rede ausmacht. Profitieren Sie am besten noch heute von ihrem Wissen.

Sales-up-Call zum Thema "Reden halten"

  • wie Sie auch dann noch überzeugen, wenn Sie vor Kameras anstatt vor einem Live-Publikum sprechen.
  • worauf es bei der Vorbereitung einer guten Rede ankommt.
  • in welchen Bereichen Ihnen externe Coaches am besten weiterhelfen können.
  • wie Sie Ihre Kernbotschaft sinnvoll vermitteln.
  • wie Sie Ihre Nerven in den Griff bekommen.