Lampenfieber ist für viele Vertriebsmitarbeiter unangenehme Realität. Und zwar ganz egal, ob sie es offen zugeben wollen oder nicht. Sei es der entscheidende Pitch bei einem wichtigen Kunden oder die Präsentation vor Kollegen: Herzrasen, Schweißausbrüche und zitternde Hände sind klassische Anzeichen des Körpers, dass viel auf dem Spiel steht. Im besten Fall sorgt Lampenfieber für den nötigen Adrenalinschub, im schlimmsten Fall geht innerhalb von Sekunden gar nichts mehr. Wie Sie Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen und das Beste aus kritischen Situationen herausholen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zwischen Höchstleistung und Panikmodus: Halten Sie die Balance!

Die gute Nachricht zuerst: Lampenfieber ist völlig normal. Die meisten Menschen haben Lampenfieber, wenn sie vor Publikum sprechen oder auftreten müssen. Üblicherweise sagt die damit verbundene Aufregung nichts anderes aus, als dass eine Situation wirklich wichtig ist. Tatsächlich gibt es sogar jede Menge Bühnenprofis, die behaupten, dass sie ohne Lampenfieber gar nicht richtig funktionieren könnten. Erst der damit verbundene Adrenalinschub macht es ihnen möglich, auf den Punkt Bestleistungen abzurufen.

Die Kehrseite der Medaille sieht freilich ganz anders aus: Gerät der Körper erstmal in den berüchtigten Panikmodus, wird die erhoffte Leistungsfähigkeit nicht nur beeinträchtigt, sondern schlimmstenfalls völlig blockiert. Und dann ist Lampenfieber eine Qual, gegen die dringend etwas getan werden muss. Aber genau das ist gar nicht so leicht.

Lampenfieber entsteht im Unterbewusstsein

Im Idealfall schaffen Sie es, Blackouts von vorherein zu vermeiden. Denn ist der Komplettaussetzer aufgrund von Lampenfieber erstmal da, müssen Sie hilflos dabei zusehen, wie sich Ihr Körper gegen Sie wendet. Ist dieses Erlebnis dann im Unterbewusstsein abgespeichert, schrillt der innere Alarm sofort laut los, sobald sich eine ähnliche Situation auch nur entfernt am Horizont ankündigt.

Haben Sie jetzt vielleicht ein bestimmtes Erlebnis im Kopf, das Sie nie wieder erleben wollen? Gibt es Situationen, die Sie wie der Teufel das Weihwasser meiden? Dann wissen Sie, dass ein einziges traumatisches Erlebnis oft schon ausreicht, um einen Glaubenssatz auszuprägen, der tiefe Wurzeln schlägt. Da heißt es dann schnell: „Ich kann nicht vor anderen Menschen sprechen“ oder „der Chef nimmt mich ohnehin nicht ernst“. Das Tragische daran: Ist dieser Glaubenssatz erstmal gefestigt, stehen die Chancen gut, dass er sich immer wieder erfüllt. Und zwar nicht, weil er objektiv richtig wäre. Sondern weil mehr oder weniger irrationale Ängste den gesunden Menschenverstand verstummen lassen.

Raus aus dem Schneckenhaus: Ihr Schicksal ist nicht in Stein gemeißelt

Eine Ihrer wichtigsten Aufgaben ist deshalb herauszufinden, woher die Ängste, die Sie blockieren, tatsächlich stammen. Bei vielen Menschen spielt die Urangst, aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, in ihr

Sales-up-Call Cover mit Thomas Friebe zum Thema Lampenfieber überwinden.

Lampenfieber hinein. Zu Anbeginn der Menschheit bedeutete Ablehnung den sicheren Tod, und noch heute werden wir als soziale Wesen schnell panisch bei der Vorstellung, ausgestoßen zu werden. Sei es selbst erlebtes Mobbing oder die passive Beobachtung, dass einem Kollegen nach einer misslungenen Performance übel mitgespielt wurde. Erlebnisse wie diese beeinflussen Menschen zutiefst und tragen wesentlich dazu bei, dass Lampenfieber entsteht.

All das bedeutet aber noch lange nicht, dass Sie sich mit Ihren Ängsten und dem damit verbundenen Lampenfieber abfinden müssen. Sicher, es gibt im Leben Dinge, die sich nicht ändern lassen – die Gesetze der Schwerkraft zum Beispiel. Aber Lampenfieber gehört nicht dazu. Über Ihr Denken können Sie die Kontrolle gewinnen.

Wenn Sie sich bewusstmachen, dass Ihre Situation nicht in Stein gemeißelt ist, kann das viel bewirken. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie Ihr Lampenfieber über Nacht in den Griff bekommen, aber bereits kleine Schritte machen einen großen Unterschied. Beispiel gefällig? Wenn Sie sich das nächste Mal dabei erwischen, dass Sie „ich kann das nicht“ denken, ist es Zeit für eine winzige Änderung: „Ich kann das noch nicht“ klingt doch gleich viel positiver. Außerdem suggeriert das Wort „noch“ Ihrem Unterbewusstsein, dass Sie Ihr Schicksal selbst in der Hand haben! Und dieses Bewusstsein dafür, dass Sie Ihrem Lampenfieber nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind, ist der erste Schritt zu mehr Lebensqualität.

Alles relativ: Ihr Mindset macht den Unterschied

Außerdem dürfen Sie sich bewusst fragen, ob die Art und Weise, wie Sie ein einschneidendes Erlebnis aus Ihrer Vergangenheit wahrgenommen haben, wirklich korrekt ist. Tatsächlich lassen die meisten Situationen nämlich jede Menge Auslegungsspielraum zu. Befragt ein Verkehrspolizist beispielsweise nach einem Unfall zehn Zeugen, werden diese Zeugen ihm aller Wahrscheinlichkeit nach unterschiedliche Informationen liefern – abhängig von ihrer ureigenen Sicht auf die Dinge.

In der Konsequenz bedeutet das, dass es sich durchaus lohnen kann, sich bewusstzumachen, dass Ihre Weltsicht nicht die einzig objektiv richtige ist. Das gilt sowohl dann, wenn Sie sich in einer Diskussion mal wieder auf Teufel komm raus durchsetzen wollen, als auch dann, wenn Sie kritisch mit sich selbst ins Gericht gehen. Seien Sie gut zu sich selbst und ziehen Sie in Betracht, dass andere Ihre vermeintlichen Schwächen möglicherweise ganz anders sehen. Das hilft, mit dem Lampenfieber besser umzugehen. Abgesehen davon: Niemand ist perfekt!

Körperliche Maßnahmen gegen das Lampenfieber: Jetzt geht’s ans Eingemachte

Wie wichtig Ihre Einstellung zu sich selbst ist, haben wir geklärt. Nun soll es um die Frage gehen, was Sie konkret tun können, um Ihrem Lampenfieber innerhalb weniger Minuten den größten Schrecken zu nehmen. Denn wenn Ihr Chef plötzlich einen Präsentationstermin vor versammelter Mannschaft anberaumt, der Ihren Ängsten Tür und Tor öffnet, braucht es schnelle Hilfen. Hier sind einige der wichtigsten:

Kontrollieren Sie Ihre Atmung

Wenn Sie diesen Tipp schon oft gehört haben, liegt das daran, dass er wirkt. Man kann es nicht oft genug sagen: Ihre Atmung trägt entscheidend dazu bei, wie souverän Sie agieren können. In Angstsituationen neigen Menschen dazu, schneller und flacher zu atmen, was den Puls erhöht. Wenn Sie sich dabei ertappen, atmen Sie einige Male bewusst tief durch. Im Idealfall schaffen Sie es, doppelt so lange auszuatmen wie Sie einatmen. So bringen Sie Ihren Körper wieder in einen ruhigen Zustand und das Lampenfieber lässt nach.

Ändern Sie Ihre Haltung

Ihre Körperhaltung kann viel über Ihr Selbstvertrauen und Ihre Einstellung aussagen. Wenn Sie also Lampenfieber haben, achten Sie auf Ihre Körpersprache. Stehen Sie aufrecht und halten Sie den Kopf gerade? Oder sind Sie im wahrsten Sinne des Wortes in sich zusammengesunken? Eine aufrechte Haltung signalisiert Stärke und Selbstvertrauen. Damit wirkt sie sich direkt auf die menschliche Psyche aus. Verschiedene Untersuchungen haben belegt, dass bewusste Powerposen biochemische Prozesse im Körper positiv verändern können. Also: Kopf hoch und Brust raus, dann können Sie der anstehenden Herausforderung gelassener entgegensehen.

Lächeln Sie gegen das Lampenfieber an

Ich spiele gerne Golf, und zu meiner Pre-Shot-Routine gehört es, bewusst zu lächeln. Was das mit Ihrem Lampenfieber zu tun hat? Jede Menge, denn wenn Sie lächeln, entspannt sich Ihre Nackenmuskulatur! Ich sehe es auf dem Golfplatz immer wieder: Während ich lächle, beißen andere Spieler die Zähne zusammen und verkrampfen sich, was sich direkt auf ihre Performance auswirkt. Dieses Wissen könne Sie jeder Situation, in der Lockerheit gefragt ist, anwenden. Wenn Sie lächeln, entspannt sich Ihr Körper und Ihre Psyche zieht nach. Probieren Sie es doch einfach mal aus, wenn Sie das nächste Mal Lampenfieber haben!

Warum eine solide Vorbereitung so wichtig ist

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Lampenfieber ist die Vorbereitung. Je besser Sie sich auf eine Situation vorbereiten, umso leichter wird es Ihnen fallen, auch in schwierigen Momenten die Ruhe zu bewahren.

Dazu kann zum Beispiel gehören, dass Sie einen kleinen Mini-Pitch für sich selbst durchspielen und perfektionieren.

Auf diese drei Fragen sollten Sie immer eine souveräne Antwort parat haben.

Warum das sinnvoll ist? Weil Sie auf diese Weise auch dann noch reaktionsfähig sind, wenn Ihr Körper den Aufstand probt. Selbst wenn sich unvorbereitet alle Augen auf Sie richten und Ihnen sonst nichts mehr einfällt, können Sie sich noch auf Ihren vorbereiteten Pitch zurückziehen. Sie haben also einen automatisierten Einstieg parat, der es Ihnen ermöglicht, sich wieder zu fangen und im Anschluss entspannt weiterzumachen.

Letztlich geht es bei Lampenfieber immer auch darum, eine Routine zu entwickeln, auf die man im Notfall zurückgreifen kann.

Entwickeln Sie Rituale, die Ihren Selbstwert stärken

Eine andere Möglichkeit: Wenn Sie sich das nächste Mal vor einer Präsentation im Spiegel ansehen, atmen Sie tief durch und sprechen Sie sich Mut zu. Damit geben Sie Ihrem Unterbewusstsein das Signal: „Jetzt geht es los, du kannst es schaffen!“ Stellen Sie sich bewusst vor, wie Sie die anstehende Aufgabe souverän meistern. Beobachten Sie sich selbst in Gedanken dabei, wie Sie ruhig und gelassen bleiben. Spüren Sie, wie Sie die Situation im Griff haben und am Ende erfolgreich sind. Diese positive Visualisierung hilft Ihnen, die Angst vor der anstehenden Aufgabe zu überwinden.

Je häufiger Sie Rituale wie diese wiederholen, umso stärker wird ihre Wirkung und umso eher verliert Ihr Lampenfieber seinen Schrecken.

Sie können Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen!

Ursache Nummer eins für Lampenfieber ist die Angst, vor den Augen anderer Menschen zu versagen. Tatsächlich gehören aber Fehler zum Leben dazu und geben Ihnen die Chance, aus ihnen zu lernen. Das wissen auch diejenigen Menschen, vor deren Reaktion Sie sich am meisten fürchten. Seien Sie also nicht so hart zu sich selbst, sondern arbeiten Sie an sich und Ihrem Lampenfieber. Wie das am besten geht, habe ich für meinen aktuellen Sales-up-Call ausführlich mit Thomas Friebe besprochen. Der erfolgreiche Speaker und Coach gehört zu den bekanntesten Stimmen des deutschen Fernsehens und weiß genau, worauf es in Sachen Lampenfieber ankommt.

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema "Lampenfieber überwinden" anhören sollten:

Sie erfahren...

  • … weshalb die Frage nach dem schlimmsten möglichen Ausgang Sie weiterbringt.
  • … wie Sie sinnvoll Gedankenhygiene betreiben.
  • … in welche Kategorien sich Menschen mit Lampenfieber einteilen lassen.
  • ... welche Wege es gibt, um Lampenfieber in den Griff zu bekommen.
  • … wie Sie an Ihrem Selbstwert arbeiten und künftig souveräner auftreten können.