Change Management befasst sich damit, wie Sie Veränderungsprozesse gestalten und zum Abschluss bringen. Es ist nicht zu verwechseln mit Projekt- oder Prozessmanagement. Führungskräfte beispielsweise müssen ihr Unternehmen immer wieder an den Markt und interne Entwicklungen anpassen, weshalb Change Management zu den Führungsaufgaben zählt. Ebenso wichtig ist es aber auch für Vertriebler, die ihren Kunden wiederum einen Wandel verkaufen möchten.

Typische Probleme bei Veränderungsprozessen

Jede Veränderung hat einen Anfang. Aber genau hier liegt schon das erste Problem: Häufig fehlt im Tagesgeschäft die Zeit, umCover Sales-up-Call mit Rainer Krumm zu reflektieren und den Ist-Zustand mit den Gegebenheiten innerhalb des Unternehmens und des Marktes abzugleichen. So bleiben eigentlich sinnvolle Veränderungsmöglichkeiten lange unentdeckt. Für den Prozess selbst ist es ein Störfaktor, wenn Dinge zu lange „gleich bleiben“, da so die Bereitschaft zur Veränderung sinkt. Dabei spielt das Alter wiederum keine Rolle, sondern die Flexibilität der einzelnen Personen. Oftmals braucht es einen Crash oder eine Krise, sodass der Leidensdruck stark genug wird, um die Veränderung einzuleiten. Sie können den Start auch künstlich beschleunigen, indem Sie schmerzhafte Erkenntnisse provozieren, um so die Dringlichkeit an die Oberfläche zu bringen.

Eine der beliebtesten Ausreden ist aber selbst dann: „Das machen wir schon immer so.“ Darauf einzugehen lohnt sich nicht, denn faktisch hat sich jedes Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt und zwar eben nicht, weil schon immer alles genau so gemacht worden ist. Ebenso falsch ist die Annahme, dass Ihr Unternehmen einzigartig ist und Sie deshalb aus anderen Branchen nichts auf sich übertragen können. Schauen Sie sich ruhig von anderen neue Lösungswege ab, statt sich weiterhin in diesem Irrglauben zu verrennen, denn im Endeffekt plagen moderne Unternehmen häufig dieselben Probleme. Solange Sie einen Sinn in Ihren Schritten sehen, sollten Sie diese auch verfolgen. Aber nehmen Sie Abstand von Veränderungen „um der Veränderung Willen“, einfach nur um innovativ zu wirken.

Sie verändern sich nicht alleine

Wir Menschen halten gerne an Gewohnheiten fest; Veränderungen bedeuten daher Stress. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Sie Veränderungsprozesse initiieren. Beim Change Management dürfen Sie nicht nur die höchste Stelle – den vermeintlichen Entscheider – miteinbeziehen, sondern müssen sich auch an einem gewissen Punkt den Betroffenen zuwenden. Im schlimmsten Fall können diese nämlich sogar dafür sorgen, dass der Veränderungsprozess abgebrochen wird beziehungsweise es im Vertrieb zu einer Rückabwicklung kommt. Ein Überdenken des eigenen Rollenverständnisses oder das Erlernen neuer Skills sind durchaus zumutbare Veränderungen, die Mitarbeiter tragen sollten. Dennoch werden Sie innerhalb eines Changeprozesses gegebenenfalls an einen Punkt kommen, an dem Sie sich von manchen Kollegen trennen müssen, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.

Hier verbirgt sich Fehlerpotenzial

Wie bereits gesagt müssen Sie alle betroffenen Personen miteinbeziehen, um Ihre Veränderung umsetzen zu können. Gleichzeitig gilt aber auch hier das Sprichwort: „Zu viele Köche verderben den Brei.“ Wenn Sie sich bereits im ersten Schritt an die komplette Belegschaft wenden, erhalten Sie zahlreiche Meinungen und Gegenstimmen, bevor überhaupt die Eckpfeiler der Veränderung abgesteckt sind. Ein wichtiger Bestandteil des Change Management ist es daher, einen Plan aufzustellen, wann welche Personengruppen eingeweiht und auch mit ihrer Meinung aktiv miteinbezogen werden. Ebenso wichtig ist die Achtung der Firmenkultur und der Werte des Unternehmens. Wenn Sie versuchen, ein eher traditionelles Unternehmen innerhalb kürzester Zeit zu digitalisieren, sind die Erfolgsaussichten äußerst gering. Unterschätzen Sie auch nicht die Komplexität einer Veränderung, die insbesondere in den langjährigen Auswirkungen spürbar wird. Blinder Aktionismus ist hier fehl am Platz, aber Sie sollten sich auch nicht von der wohlbekannten „Anfangsverschlechterung“ abschrecken lassen. Innerhalb mancher Veränderungsprozesse wird durch den Umbruch einiges erst einmal schlechter, bevor die Verbesserung für alle sichtbar wird. Wer diese Durststrecke dann nicht durchhält, bleibt doch wieder an derselben Stelle stecken.

So gelingt Ihnen das Change Management

Der erste Schritt für eine erfolgreiche Veränderung ist ein sinnvolles Ziel. Fragen Sie sich ehrlich, was Sie erreichen möchten und ob das realistisch ist. Schon an diesem Punkt ist Kommunikation ausschlaggebend. Als Leiter des Change Managements sind Sie in der Pflicht, Informationen an die jeweiligen Stellen abzugeben und dort wiederum notwendige Nachfragen zu tätigen. Ebenso sind Betroffene aber dazu angehalten, selbst aktiv Informationen einzufordern und Ihren Einfluss geltend zu machen. Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen und wissen, was passiert oder auch erwartet wird, funktioniert Change Management. Motivation ist ein wichtiger Faktor innerhalb von Veränderungen. Sollte die Stimmung kippen, weil sich jemand benachteiligt oder ausgeschlossen fühlt, kann dies Ihren gesamten Prozess blockieren. Deshalb ist es auch so wichtig, dass alle Betroffenen das gemeinsame Ziel kennen und bereit sind, ihre Energie darin zu investieren.

Seien Sie sich auch darüber bewusst, dass Veränderungen Ressourcen benötigen. Planen Sie Zeit und Arbeitskräfte realistisch ein – größere Prozesse können nicht einfach nebenherlaufen, wenn Sie Erfolg haben sollen. Betrachten Sie dazu auch die Ausgangssituation: Welche Qualifikationen sind für die Veränderung vorhanden? Brauchen Sie Unterstützung von außen, um möglicherweise Mitarbeiter zu schulen oder bestimmte Punkte abgeben zu können? Anhand dessen können Sie dann einen Aktionsplan erstellen. Dieser muss nicht in Stein gemeißelt sein, denn Sie werden feststellen, dass zum Change Management auch dazugehört, Pläne entsprechend neuer Situationen anpassen zu müssen. Eine grobe Marschrichtung fördert dennoch die Motivation Ihrer Mitarbeiter und bietet ihnen Transparenz innerhalb des Prozesses. Also halten Sie die ersten Schritte sowie Meilensteine fest und hangeln Sie sich daran entlang, bis Sie gemeinsam Ihr vereinbartes Ziel erreicht haben.

Zeit für Veränderung

Change Management verlangt Fingerspitzengefühl, führt aber mit dem richtigen Vorgehen zu großartigen Erfolgen. Verfolgen Sie ein sinnvolles Ziel, kommunizieren Sie klar mit allen Betroffenen und prüfen Sie immer wieder jeden Ihrer Schritte. Sollte Ihnen innerhalb des Prozesses auffallen, dass Sie gerade doch in eine falsche Richtung laufen, dann behalten Sie Ihre Transparenz: Sagen Sie ehrlich, welcher Problematik Sie gerade gegenüberstehen und suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Team nach Lösungen. So können sich auch einzelne Personen weiterentwickeln, was ein positiver Nebeneffekt von großen Veränderungsprozessen in Unternehmen ist.

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Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Change Management“ anhören sollten:

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…wie man Betroffene zu Beteiligten macht.
…welche Vorteile gesunde Unruhe in Unternehmen bietet.
…wie Sie Veränderungsbereitschaft trainieren.
…was die Strategie des Bombenwurfs bewirkt.
…wie Sie sich bestmöglich vor destruktivem Wandel schützen.

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