Agilität heißt schnelles, kontinuierliches Lernen im gesamten Unternehmen. Das bedeutet, dass sich alles ständig an die neusten Veränderungen im Markt und an innovative Entwicklungen anpasst. Produkte und Prozesse werden immer wieder geprüft und optimiert, um besser und auch schneller zu werden. Natürlich wollen daher viele Führungskräfte mehr Agilität in Unternehmen. Aber dieser Wandel ist häufig nicht ganz so einfach.

Was machen viele Unternehmen falsch?

Wer sich hinsichtlich Agilität an Best Practices orientiert, wird schnell eines merken: Es funktioniert nicht. Jeder Fall, jedes Unternehmen und jeder Markt sind anders. Es Cover Sales-up-Call mit Marc Löfflerbraucht also permanente Entwicklung, sogenannte Emergent Practices. Da viele CEOs ihren Blick auf Kosten- und Gewinnoptimierung lenken, sind die Möglichkeiten für mehr Agilität in Unternehmen schnell eingeschränkt. Aber auch unvorbereitete Testphasen mit Halbwissen scheitern schnell. So kommt es dazu, dass sich Mitarbeiter dem Thema manchmal ganz verweigern, insbesondere wenn sie Veränderungen scheuen. Es gibt verschiedenste Fehlerquellen, die Sie mit Ihrem Unternehmen umgehen können, um erfolgreich mehr Agilität zu etablieren.

Fehler 1: Agilität verweigern

„Wenn es im Unternehmen gerade gut läuft, warum sollte man dann etwas ändern?“ Diese Denkweise ist verständlich, erstickt agile Entwicklungen aber bereits im Keim. Business-Modelle geben Sicherheit. Gerne bleiben wir einfach in unserer Komfortzone und machen es so, wie wir es schon immer gemacht haben. Durch diese mangelnde Flexibilität fällt es jedoch schwer, sich an Veränderungen am Markt anzupassen. Das Versandhaus Quelle ist eins der besten Beispiele dafür, denn hier trieb die Veränderung „Internet“ das Unternehmen ins Aus. Anzeichen für Veränderungsbedarf werden leider so häufig ignoriert, bis sie nicht mehr von der Hand zu weisen sind. Aber dann ist es meist schon zu spät und die richtig guten Chancen sind längst vorbeigezogen. Merken Sie sich also Folgendes: Erfolg mit Methode A bedeutet nicht, dass Methode B unnötig ist. Tasten Sie sich immer wieder an verschiedene Veränderungen heran, probieren Sie Dinge aus und entdecken Sie so neue gewinnbringende Entwicklungsmöglichkeiten. Sich vor Agilität zu verschließen ist keine Option.

Fehler 2: Zu langfristige Planung

Das neue Jahr hat angefangen und die Planung beginnt. Während früher Fünf-Jahres-Pläne keine Seltenheit waren, sollten sie heute längst in der Schreibtischschublade verstaut sein. Veränderungen passieren so schnell, dass ein strikter, langfristiger Plan jegliche Flexibilität verhindern würde. Es bedarf vielleicht auf einmal anderer Maßnahmen oder der Zeitplan ändert sich, und schon ist ihr vorgezeichneter Weg unbrauchbar. Zu mehr Agilität in Unternehmen gehört es deshalb, kurzfristige Ziele zu setzen. So investieren Sie auch keine riesigen Beträge in Projekte, die sich als nicht gewinnbringend herausstellen. In dem Zusammenhang ist auch Feedback aus verschiedenen Abteilungen wichtig, um keine Zeit mit irrelevanten Veränderungen zu verschwenden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt zum Markt passt und verändern Sie entsprechend auch immer wieder intern Abläufe und Strukturen.

Fehler 3: Keine Freiheiten für Mitarbeiter

Für mehr Agilität in Unternehmen ist es wichtig, dass Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen und Entscheidungen selbst treffen können. Damit das im Sinne des Unternehmens passiert, brauchen Sie eine Vision, wohin sich Ihr Betrieb entwickeln soll und welche Ziele Sie verfolgen. Der schwierigste Teil daran ist aber, als Führungskraft die Kontrolle abzugeben und Raum für Fehlentscheidungen einzuräumen. Ihre Mitarbeiter müssen sich trauen können, etwas zu versuchen, ohne Angst davor zu haben, gefeuert oder degradiert zu werden. Nur so entdecken Sie neue Wege, die Ihr Unternehmen weiterbringen. Dass vielleicht auch mal etwas schiefgeht, gehört in diesem Entwicklungsprozess dazu und darf von Ihnen nicht zu hart verurteilt werden. Sie müssen psychologische Sicherheit vermitteln, um Mitarbeiter zu motivieren, Dinge auszuprobieren und die Leistungsfähigkeit so zu steigern.

Dazu gehört auch, dass es Phasen zum Reflektieren und Optimieren gibt. Regelmäßiges Feedback in kleiner und größerer Runde sorgt dafür, dass Abteilungen voneinander profitieren – von Fehlern und neu entdeckten Möglichkeiten. In dieser Zeit wird nicht konkret an Projekten gearbeitet, sondern Prozesse werden gemeinsam optimiert. Mit Ihren Mitarbeitern schauen Sie, was gut funktioniert und wo noch Potenzial versteckt ist. Dieser Austausch ist am Anfang vielleicht noch etwas ungewohnt, aber insbesondere auf lange Sicht entstehen so spürbare Verbesserungen.

Fehler 4: Agile Arbeitsmethoden als Problemlöser

Sollte es in Ihrem Unternehmen bereits Probleme geben, denken Sie bitte nicht, dass Sie diese einfach durch agile Arbeitsmethoden lösen können. Scrum beispielsweise zeigt Ihnen viel eher, an welchen Stellen es Verbesserungsbedarf gibt. Das können Sie auf jeden Fall auch als Vorteil sehen, selbst wenn die entsprechende Veränderung dann unter Umständen noch ein langer Weg ist. Gerade Mitarbeiter kommen hier schnell an Ihre Grenzen, wenn Sie nur komplexe Probleme sehen und es lange dauert, bis der Fortschritt spürbar wird. Aber wenn Sie das große Ganze betrachten, wird sich dieser Aufwand lohnen, und Sie können Ihre aktuellen Probleme beseitigen.

Natürlich ist eine beliebige agile Arbeitsweise nicht für jeden Bereich der richtige Ansatz – Sie müssen selbst ausprobieren und herausfinden, was zu Ihnen passt. Das kann auch eine Kombination verschiedener Methoden sein oder Sie entwickeln ganz eigene Ideen. Wichtig ist es, Kommunikationswege kurz zu halten, Entscheidungen nicht über etliche Schreibtische wandern zu lassen und nichts in Stein zu meißeln. Auch agile Arbeitsmethoden müssen immer wieder an Veränderungen angepasst werden.

Nutzen Sie jetzt Ihre Chance für mehr Agilität im Unternehmen

Alle genannten Fehler sollen Sie keineswegs davon abhalten, agile Arbeitsweisen auszuprobieren. Wer in Zukunft erfolgreich sein möchte, muss flexibler werden und sich immer wieder an Veränderungen anpassen. Das funktioniert nur, indem immer wieder Veränderungen ausprobiert werden, Mitarbeiter sich austauschen und keine steifen Pläne abgearbeitet werden. Auch wenn die ersten Versuche noch stockend laufen – geben Sie nicht auf. Agil zu arbeiten ist keine Entwicklung von wenigen Tagen, sondern dieser Prozess hört nie auf. Sie werden merken, dass sich der Aufwand lohnt, sobald Sie die ersten Erfolge verbuchen können und Ihr Unternehmen so zukunftsfähiger wird.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie typische Fehler hinsichtlich Agilität vermeiden? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Marc Löffler an. Der agile Notarzt hilft Firmen dabei, flexibler und schneller auf Veränderungen zu reagieren, und gibt Ihnen im Interview Tipps, wie Sie weitere typische Fehlerquellen vermeiden.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

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Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Agiles Versagen“ anhören sollten:

Sie werden schon bald aktiv an der Agilität in Ihrem Unternehmen arbeiten, denn Sie erfahren unter anderem...
  • …warum Sie Ihren aktuellen Lösungsweg immer wieder verlernen sollten.
  • …was das Goldfisch-Problem ist und wie Sie es beheben.
  • …wie Sie agil mit Arbeitsmitteln umgehen.
  • …anhand des Beispiels Automobilität, wie sich Märkte und unternehmerische Denkweisen zukünftig verändern.
  • …warum wir „T-shaped“-People brauchen.
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Fotoquelle Titelbild: © TierneyMJ/Shutterstock.com