Unternehmen befinden sich im Wandel. 5-Jahres-Pläne haben ausgedient. Die Führungsebene gibt im besten Fall nur noch eine ungefähre Richtung vor und plant bewusst nicht mehr alles bis ins letzte Detail. Viel zu schnell konzentrieren wir uns sonst auf einzelne Schritte statt das übergeordnete Ziel und verpassen so Chancen beziehungsweise übersehen Fehler. Aber Freiräume zu geben fällt gerade zu Beginn schwer. Dieser Blogbeitrag soll Ihnen dabei helfen.

Ziele setzen und richtig angehen

Nichts schadet einem Unternehmen mehr als Mitarbeiter, die einfach nur Dienst nach Vorschrift machen. Wider besseres Wissen wird starr abgearbeitet, was vonSales-up-Call mit Claudia Hupprich oben vorgegeben wird. So wird viel Potenzial verschenkt aus Angst, auch einmal Verantwortung abzugeben. Neues bringt Verunsicherung mit sich, und wenn es dann nicht klappt, neigen einige dazu, einfach zu resignieren. Ein Teil Ihrer Mitarbeiter wird sich über Veränderungen freuen, ein anderer Teil wiederum verweigert sie komplett. Sie stecken in der Zwickmühle und müssen zum Wohl Ihres Unternehmens auch Entscheidungen treffen, die Sie vielleicht von Menschen trennen, Sie Ihren Zielen aber näherbringen.

Das ist aber nur einer der Gründe, warum Führungspersonen – aber auch andere Berufsgruppen – Ihre Ziele nicht erreichen. Manchmal fällt es schwer, das eigene Ziel zu definieren. Ist das einmal gelungen, vertiefen sich manche so sehr in die Ausarbeitung des Plans, dass sie einfach vergessen, überhaupt den ersten Schritt zu machen. Dabei reicht es schon aus, kleine Stücke voranzukommen und ohne konkreten Plan zu agieren. Auch wenn genau vorgeschriebene Abläufe Sicherheit geben, besteht die Gefahr, dass die Realität sich in eine völlig andere Richtung wandelt. Das beste Beispiel dafür ist wohl der Berliner Flughafen. Deshalb müssen unsere Ziele lösungsorientierter werden. Sie sollen uns voranbringen und müssen sich flexibel mit allem mitentwickeln, was um uns herum passiert. Selbst wenn Sie aktuell noch nicht wissen, welches konkrete Ziel Sie verfolgen, so können Sie zumindest heute in eine Richtung starten.

Was Ihnen im Weg stehen könnte

Neben der Angst, Verantwortung abzugeben oder den Einfluss zu verlieren, gibt es noch mehr Faktoren, die sich zwischen Sie und Ihr Ziel stellen können. Aber Umwege gehören eben zum Erfolg dazu. Gerade wenn Sie sich Feedback von Freunden oder Kollegen einholen, kann es vorkommen, dass deren Meinung im ersten Moment niederschmetternd ist. Ist der Rat allerdings konstruktiv gemeint, lassen Sie ihn in Ihre Entwicklung gerne miteinfließen. Nein-Sager allerdings können Sie getrost ignorieren, auch wenn Sie im ersten Moment die eigene Motivation auslöschen. Veränderer, wie Sie einer werden könnten, werden oft als unangenehm wahrgenommen, da die eigene Komfortzone viel bequemer ist als etwas Unbekanntes. Auch müssen Bereiche oder Personen vielleicht gehen, die vorher ein fester Bestandteil waren. Das ist allerdings oft die einzige Möglichkeit, um Glaubenssätze abzuschaffen. In manchen Unternehmen existieren ungeschriebene Gesetze, die längst keinen kausalen Zusammenhang mehr aufweisen oder schlichtweg falsch sind. Diese Glaubenssätze werden von Generation zu Generation weitergegeben und können häufig nur durch einen Blick von außen und neue Erfahrungen aufgelöst werden. Manchmal bewirkt sogar ein Missverständnis, dass ein solcher Glaubenssatz verschwindet und Ihnen und Ihrem Team neue Möglichkeiten eröffnet. Also seien Sie offen für Neues, auch wenn es auf den ersten Blick unangenehm aussieht.

So geben Sie Freiraum

Das dynamische Umfeld der Arbeitswelt fordert Flexibilität. Mitzudenken, Verbesserungsvorschläge vorzubringen und eigenständig zu handeln sind Eigenschaften, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Immerhin fordert die so sehr gewünschte Agilität kein Abwenden von Zielen, sondern nur einen anderen Umgang damit. Durch Erfahrungen und variierende Prioritäten verändert sich immer wieder der Weg zum Ziel, sodass er nicht mehr vorhersagbar ist – wie noch vor einigen Jahren. Es ist also essenziell, dass Ihre Mitarbeiter eigene Freiräume erhalten, in denen sie flexibel und eigenverantwortlich agieren können. Wir brauchen ein System, das Menschen die Möglichkeit gibt, Höchstleistungen zu bringen, ohne stets von Vorschriften ausgebremst zu werden.

Erster Ansatzpunkt ist Ihre eigene Unternehmenskultur. Nur wenn dort die Weichen gestellt sind für Vertrauen und Eigenantrieb, können Sie Verantwortung auch wirklich abgeben. Sie brauchen eine Mischung aus Agilität und Stabilität, aus Mitarbeitern, die bereit sind, Entscheidungen zu treffen, und solchen, die diese Freiheiten ablehnen. Betrachten Sie also gemeinsam mit Kollegen Ihr Unternehmen und schauen Sie, wo sich was anbietet. Im Anschluss gilt es, die zugesprochenen Freiräume auch wirklich einzuhalten und dem Impuls zu widerstehen, weiterhin reinzureden und Vorgaben von oben zu machen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, angemessen mit Fehlern umzugehen. Immerhin werden nicht nur perfekte, zielführende Entscheidungen getroffen werden. Reagieren Sie darauf allerdings zu hart, haben Ihre Mitarbeiter Angst, ihre Freiräume weiterhin auszunutzen. Sie würden also wieder einen Schritt zurückmachen. Seien Sie deshalb darauf vorbereitet, dass Fehler passieren werden und Sie am Ende nicht nur positive, sondern auch negative Konsequenzen tragen müssen. Wenn allerdings jeder seine Rolle im System versteht und lebt, erhalten Sie dennoch ein völlig neues Potenzial, um erfolgreicher zu werden.

Ihr Weg in die Zukunft

Die Entwicklung hin zu Agilität und Freiräumen beweist, dass Unternehmen schneller werden müssen. Um früher leistungsfähiger zu werden, werden zukünftig auch erst angerissene Lösungsansätze diskutiert werden, ohne dass jeder Schritt bereits ausgearbeitet ist. Prozesse werden vielleicht nicht mehr zu 100 % abgeschlossen, weil der gewünschte Effekt schon bei 80 % erreicht ist. Auch wenn Sie als Unternehmen den Weg wertschätzen sollten, den Sie bisher gegangen sind, so sollten Sie sich auch darüber bewusst sein, dass Sie schon heute an neuen Wegen und Entwicklungen arbeiten sollten, selbst wenn es aktuell noch gut läuft. Aber das müssen Sie nicht alleine, denn mit ausreichend Freiraum liefern auch Ihre Mitarbeiter großartige Ideen und Ansätze.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Ihre Mitarbeiter durch Freiräume besser vorankommen? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Claudia Hupprich an. Als gelernte Wirtschaftsinformatikerin und Business Coach erklärt sie im Interview, wie Sie agiler werden und besser Ihre Ziele erreichen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

Jetzt anhören

Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Die Erfolgsreise zum Ziel“ anhören sollten:

Sie werden Ihre Mitarbeiter schon bald durch mehr Freiräume voranbringen, denn Sie erfahren unter anderem...
  • …anhand von Beispielen, wie Sie in Ihrem Unternehmen Agilität entwickeln können.
  • …warum Sie Ihren Kunden auch unfertige Prototypen vorstellen sollten.
  • …was Sie bei internen Systemwechseln beachten müssen.
  • …wie Sie am besten ein CAM-System einführen.
  • …wie Sie das Thema Freiräume auch im Vertrieb gewinnbringend einsetzen.
Jetzt anhören

Fotoquelle Titelbild: © Pressmaster/Shutterstock.com