Dinge, die wir nicht ändern können, lösen Angst in uns aus. Gerade in der Zeit, in der wir leben, schränkt uns das stark ein. Ständig verändert sich etwas um uns herum und wir müssen uns an neue Gegebenheiten anpassen. Das zu akzeptieren ist der erste Schritt, um über den eigenen Schatten zu springen und Ängste leichter zu überwinden.

Raus aus der Komfortzone

Für Außenstehende ist es häufig unverständlich, warum wir uns überhaupt über eine bestimmte Sache Gedanken machen. Meist ist unsere Angst größer als die Herausforderung, und wir stehen uns einfach nur selbst im Weg. Unsere Bedenken habenSales-up-Call mit Gaby Graupner verschiedene Ursprünge – sei es, weil wir unsere Komfortzone verlassen müssen, wir Dinge probieren, die wir uns nicht zutrauen oder wovon uns andere abraten. In diesen Situationen souverän und selbstbewusst zu bleiben fällt schwer. Aber die gute Nachricht: Angst ist erlaubt. Aber der Fokus liegt auf der Lösung.

Verfolgen Sie diese vier Schritte, um Ihre Angst zu besiegen:

1) Angst erkennen

Wovor genau haben Sie Angst? Vor dem wichtigen Meeting am Freitag, weil Ihre Vorgesetzten dabei sein werden, oder ist es doch die Angst, ganz allgemein vor Leuten zu sprechen? Machen Sie sich selbst bewusst, was genau Sie triggert.

2) Schlimmstes Szenario ausmalen

Stellen Sie sich nun ganz konkret vor, was alles schiefgehen könnte. Funktioniert der Beamer nicht, kippen Sie sich aus Versehen Wasser über oder unterbricht einer der Anwesenden Sie vielleicht ungehalten? Bauen Sie den Worst Case in Ihrem Kopf gedanklich zusammen.

3) Lösung finden

Selbst wenn alles schiefgeht, werden Sie es überleben. Durchleben Sie jedes kleine Detail der Situation und überlegen Sie sich, wie Sie Probleme oder Stolperer lösen können.

4) Unbesiegbar sein

Da Sie selbst Horrorszenarien nun spielerisch händeln könnten, legen Sie sich selbst einen Plan zurecht, mit dem Sie sich wohlfühlen und der am wahrscheinlichsten für die bevorstehende Herausforderung ist. Räumen Sie Zweifel einfach aus dem Weg, indem Sie sich klarmachen, dass Sie vorbereitet sind.

Arbeiten Sie an sich selbst

Durch das Reindenken in die schlimmstmögliche Situation erhalten Sie einen wasserdichten Plan B. Den werden Sie aber in den seltensten Fällen wirklich brauchen, er dient nur zur Sicherheit. Unser Gehirn findet schnell unzählige Gründe, warum etwas nicht klappen könnte, und so schaffen Sie es, diese zu entkräften. Und das Geheimnis: Ebenso schnell finden Sie auch Gründe und Wege, wie es klappen könnte, wenn Sie einfach umdenken. Selbst aus auf den ersten Blick abwegigen und verrückten Ideen kann ein funktionierender Weg werden. Investieren Sie Ihre Zeit, auch wenn es nur mit kleinen Schritten vorangeht. Jeder Fortschritt ist ein Erfolg, für den Sie sich selbst loben können.

In diesem Lernprozess durchlaufen wir vier Phasen: Zu Beginn sind wir unbewusst inkompetent – wir wissen noch gar nicht so genau, was wir eigentlich brauchen oder können müssen. Dies wird uns nach und nach klar, wodurch wir bewusst inkompetent werden, weshalb wir beginnen, daran zu arbeiten. Durch die neuen Fähigkeiten werden wir bewusst kompetent und irgendwann entsteht daraus unsere Routine. So werden wir unbewusst kompetent. Wir beherrschen zwar jeden einzelnen Schritt, müssen aber nicht mehr darauf achten. All das vollziehen wir in unserem eigenen Tempo. Lassen Sie sich also nicht durch den Vergleich mit anderen herunterziehen. Deren Probleme liegen sehr wahrscheinlich woanders. Also schieben Sie Ihr Selbstmitleid beiseite, wenn es mal nicht wie gewünscht läuft, nehmen Sie die Situation an und versuchen Sie, das Beste daraus zu machen.

Eine wichtige Lektion, die auch dazugehört, ist es, Menschen eine zweite Chance zu geben. Auch wenn wir schwer enttäuscht wurden, haben uns die Personen oft ein großes Stück unseres Weges begleitet und Einfluss auf uns genommen. Es mag schwerfallen, aber manchmal bedeutet diese zweite Chance am meisten Wachstum für Sie selbst.

Über den Schatten springen und eine Entscheidung treffen

Gehören Sie auch zu denjenigen, die Schwierigkeiten damit haben, eine Entscheidung zu treffen? Wie groß und bedeutend diese Entscheidung ist, kann zweitrangig sein. Ob es um die Auswahl eines Restaurants geht, eine angebotene Stelle oder die Frage aller Fragen – all das kann uns ins Straucheln bringen. Dabei wissen wir meist unterbewusst, was wir wollen, und schrecken eher vor Reaktionen oder dem Aufwand zurück. Es scheint so leicht: Entweder ich entscheide mich für den großen Schritt oder ich werde der verpassten Chance immer nachtrauern, so der Blick von außen. Aber mit jeder Entscheidung zahlen wir einen Preis. Sie können einen neuen Job antreten und finanziell aufsteigen, müssen dafür aber Ihr altes Team zurücklassen. Oder Sie bleiben im gleichen, langweiligen Alltagstrott und müssen Ihre Komfortzone nicht verlassen. Die Frage, die Sie sich stellen müssen, ist, welches Opfer Sie lieber bringen.

Ängste im Berufsalltag

Gerade im Arbeitsumfeld fürchten viele Ihrer Mitarbeiter Veränderungen. Dabei gibt es viele Faktoren, mit denen Sie ihnen den Transformationsprozess erleichtern können. Ganz oben steht die Transparenz. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter an jedem Schritt teilhaben und gehen Sie in den offenen Dialog, um Konflikte frühestmöglich aufzudecken. Bieten Sie auch Ihre Hilfe an. Fragen Sie konkret, was benötigt wird, um mit der neuen Situation klarzukommen. Sie sind immerhin Außenstehender. Ebenso gehört das Controlling dazu, dass Ihnen zum einen zeigt, ob die Veränderung sinnvoll war, doch gleichzeitig auch Ihren Mitarbeitern den positiven Effekt vor Augen führen kann. Und das Wichtigste zum Schluss: Seien Sie als Führungskraft ein Vorbild und setzen Sie die Veränderung konsequent um. Hilfestellung ist in Ordnung, komplettes Verweigern nicht. Sie dürfen Ihre Mitarbeiter dazu auffordern, über den eigenen Schatten zu springen, wenn dies erforderlich ist.

Aber auch als Unternehmer müssen Sie sich Ängsten stellen, zum Beispiel der Hürde vor „dem Neuen“. Stellen Sie sich und Ihren Betrieb oder Ihre Abteilung immer wieder selbst auf den Prüfstand, schauen Sie, was stört und wo Sie noch Potenzial haben. Aus Angst vor modernen Entwicklungen einfach die Finger davon zu lassen, schützt Sie nicht – es wirft Sie aus dem Rennen.

Routinen funktionieren und geben uns Sicherheit, aber um zu den Besten zu gehören, müssen wir über unseren Schatten springen, und zwar jeden Tag in den verschiedensten Situationen. Mit der Zeit werden die kleinen Fortschritte kommen.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie es Ihnen leichter fällt, über Ihren Schatten zu springen? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Gaby Graupner an. Die Buchautorin erzählt im Interview von Ihren eigenen Erfahrungen und gibt die wichtigsten Learnings an Sie weiter.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

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Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Springe über deinen Schatten“ anhören sollten:

Sie werden mit vielen unangenehmen Situationen bald besser klarkommen, denn Sie erfahren unter anderem...
  • …wie Sie anhand einer Matrix das Konfliktpotenzial von Personen innerhalb Ihres Unternehmens abschätzen.
  • …warum wir so große Angst davor haben, etwas weggenommen zu bekommen.
  • …wie Sie als Führungskraft mit Ideen von oben umgehen, die Ihnen nicht gefallen.
  • …welche Tricks Ihnen beim Treffen von Entscheidungen helfen.
  • …wie Sie besser Nein sagen können.
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Fotoquelle Titelbild: © fizkes/Shutterstock.com