Agilität ist kein neuer Begriff – vielmehr einer, der durch die Digitalisierung und alle damit einhergehenden Veränderungen an Bedeutung gewonnen hat. Der Markt ist in Bewegung, Konsumenten fordern stets neue Produkte, und Entwicklungen von Start-ups stellen selbst Traditionsunternehmen immer wieder vor die Herausforderung, irgendwie Schritt halten zu müssen. Agil zu sein ist also keine Aufgabe für die Zukunft, sondern ein Anspruch, der bereits heute gilt. Dieser Blogbeitrag hilft Ihnen bei der Umsetzung im Unternehmen.

Was bedeutet Agilität?

Agilität beschreibt die Fähigkeit, auf Sales up Call mit Nils BäumerEinflüsse von außen schnell und möglichst gut reagieren zu können. Da die Geschwindigkeit, mit der sich alles um uns herum entwickelt, permanent zunimmt, ist agil zu sein eine Eigenschaft, die gefordert ist – von Mitarbeitern, Führungskräften und dem ganzen Unternehmen. Was früher funktionierte, kann schon in der nächsten Minute so veraltet sein, dass Sie am Markt nicht mehr mithalten können. Es gilt, neue Wege bewusst zu suchen und zu beschreiten. Wir sind umgeben von neuen Entwicklungen, die unsere gewohnten Routinen durchkreuzen. Da sich die Einflussfaktoren ändern, ist Agilität unsere einzige Lösung.

Wir dürfen nicht nur hinterfragen, wie wir das, worin wir schlecht sind, verbessern können. Die Gefahr für Unternehmen lauert in den Bereichen, in denen sie gut sind. Wir tendieren dazu, uns auf Erfolgen auszuruhen. Stattdessen müssen wir jetzt anfangen, neue Ansätze zu finden, selbst wenn diese noch surreal erscheinen mögen. Denn wer weiß, wie lange es dauern wird, bis es irgendjemand möglich macht? Möchten Sie diese Chance dann verschenken?

Veränderungen anstoßen

Wir brauchen also Veränderung. Darauf reagieren Menschen aber ganz unterschiedlich. Ihr Unternehmen ist auf die Mitarbeiter angewiesen; also schauen Sie, wen Sie mit welchen Aufgaben betrauen. Auch wenn jeder Bereich im Unternehmen von Agilität profitiert, bedeutet das nicht, dass Sie alle Strukturen über Bord werfen und einen kompletten Neuanfang anstreben sollen. Denn Stabilität ist nichts Schlechtes. Häufig sind Routinen schneller und einfacher. Sie beinhalten weniger Fehlerquellen als ein neuer Prozess.

Es geht also vielmehr darum, das Optimierungspotenzial in den bestehenden Strukturen zu erkennen und stückweise Veränderungen zu etablieren. Orientieren Sie sich immer an einem bestimmten Ziel – und das lautet nicht „agiler werden“. Vielleicht wollen Sie eine neue Zielgruppe erschließen oder die interne Kommunikation effektiver gestalten. Arbeiten Sie an Teillösungen, statt den gesamten Unternehmenskomplex auf den Kopf zu stellen. Besonders wichtig dabei: Bereiten Sie Ihre Angestellten darauf vor, dass Sie flexibler werden möchten. Veränderungen rufen nämlich oft Unsicherheit hervor. Beziehen Sie sie in Ihre Überlegungen mit ein. So kann das Unternehmen besser auf Veränderungen von außen reagieren, und Sie haben den Rückhalt des Teams.

Agile Arbeitsmethoden

Wenn Sie diesen Blog schon länger verfolgen, ist Ihnen sicherlich der Begriff Scrum bereits begegnet. Scrum ist eine Arbeitsmethode aus der IT, die sich aus intensiven Arbeitsphasen, sogenannten Sprints, sowie Analyse- und Optimierungsphasen zusammensetzt. So kann effektiv gearbeitet und dennoch schnell auf veränderte Bedingungen reagiert werden. Die Motivation ist sehr hoch und die Angestellten arbeiten selbstbestimmt.

Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Rollen innerhalb eines Scrum-Teams zu werfen. Im Gegensatz zu klassischen Unternehmen gibt es hier keine typischen Führungspersonen, die jeden Schritt von oben diktieren, das Ziel und den Weg vorgeben und die Einhaltung kontrollieren. Stattdessen kommt insbesondere diesen Rollen eine große Bedeutung zu:

Scrum Master

Er unterstützt das Team auf seinem Weg zum (Zwischen-)Ziel, ohne diesen vorzugeben. Seine Verantwortlichkeit liegt bei den Ressourcen (IT, Räumlichkeiten, Budget) und der Organisation. Er kontrolliert, dass Fristen und feste Termine eingehalten werden.

Product Owner

Von ihm kommt die Vision, die nicht festgeschrieben ist, sondern sich entsprechend der Entwicklungen und Bedingungen von innen und außen ändern kann. Er gibt seine Idee ans Team weiter und vertritt sie gegenüber der Führungsriege. Daher benötigt er Durchsetzungskraft und notwendige Befugnisse.

Das Team

Es ist verantwortlich für die Umsetzung der Vision. Dies geschieht schrittweise. Immer wieder werden Zwischenergebnisse erarbeitet und der weitere Verlauf im Anschluss geplant.

Wie funktioniert das für Sie?

Scrum ist umsetzbar mit völlig fremden Menschen und äußerst effektiv. Allerdings bleibt die Kreativität dabei meist auf der Strecke. Allerdings hat sich auch Folgendes gezeigt: Wenn bei agilen Methoden nur auf die Kreativität Wert gelegt wird, fehlen die Umsetzungskraft und Effektivität. Sich auf eine Methode festzulegen und diese 1:1 umzusetzen ist selten zielführend. Es liegt also an Ihnen, sich aus bestehenden Methoden wie Scrum passende Bausteine zusammenzusuchen und für Ihr Unternehmen zu adaptieren.

Falls Sie sich mehr auf Ihren Kunden fokussieren möchten, könnten Sie beispielsweise anfangen mit Personas zu arbeiten. Das heißt, Sie greifen sich eine Person aus Ihrem Kundenstamm heraus und analysieren sie von demografischen Merkmalen bis hin zu Interessen und Lebenszielen. Wie könnten Sie als Unternehmen genau diesen Menschen unterstützen? Diese Persona kann sich agil mit den Bedürfnissen Ihrer Kunden verändern und zeigt Ihnen so ganz genau, für wen Sie hier eigentlich arbeiten. Das macht viele Arbeitsschritte leichter.

Agile Arbeitsmethoden weisen meist einen Wechsel zwischen Leistung und Analyse auf. Dadurch können Sie effektiv arbeiten, haben aber immer wieder die Möglichkeit, auf Veränderungen zu reagieren oder Dinge zu optimieren. So stellen Sie nicht erst am Ende Ihres Prozesses fest, dass die harte Arbeit für ein Produkt beispielsweise überflüssig war, da es gar nicht mehr zum Markt passt. Raum für Reflexion ist also ein wichtiger Bestandteil eines agilen Unternehmens. Damit einher geht auch die Entwicklung von Prototypen. Wir streben häufig nach Perfektion und verbauen uns so die Chance, Dinge einfach mal auszuprobieren. Dabei bringen uns selbst unausgereifte Produkte oftmals schon Ergebnisse, die wir effizient weiterverwerten können. Und es fällt leichter, sich von etwas zu lösen, in das man noch nicht zu viel Zeit investiert hat.

Werden Sie einfach agil

Wenn Sie einmal genau hinschauen, gibt es vermutlich schon einige Bereiche in Ihrem Unternehmen, die agil arbeiten. Denn häufig entwickelt sich Agilität von ganz alleine dort, wo sie notwendig ist. Ihre Aufgabe ist es nun, die Augen offen zu halten nach Optimierungspotenzialen oder Methoden-Teilen, die Ihr Unternehmen agiler machen könnten. Probieren Sie es einfach aus, und lassen Sie auch Gedanken an Veränderungen zu, die vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig abwegig erscheinen. Machen Sie kleine Schritte, und reflektieren Sie immer wieder, was Sie tun und was Sie dadurch erreicht haben. Dann kreieren Sie als Unternehmen Ihre ganz eigene Agilität, die Sie erfolgreich macht.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie agile Arbeitsmethoden in Ihrem Unternehmen etablieren? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Nils Bäumer an. Der Experte für Innovationschancen verrät im Interview, wie Sie Ihr Unternehmen schnell und effektiv an zukünftige Entwicklungen anpassen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

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Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Agil verkaufen“ anhören sollten:

Sie werden schon bald in Ihrem Unternehmen agiler arbeiten, denn Sie erfahren unter anderem...
  • …welche agilen Prozesse und Arbeitsmethoden in bestimmten Unternehmensbereichen sinnvoll sind.
  • …was hinter dem Begriff Design Thinking steckt.
  • …welche Methoden im gesamten Unternehmen für mehr Agilität sorgen.
  • …wozu Dailys dienen und wie Sie diese erfolgreich einsetzen.
  • …was ein Aufwandspoker ist und wie er Ihnen bei der Planung und Kalkulation hilft.
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