Immer mehr Deutsche sind Burn-out-gefährdet. Hohe Belastung im Job, Stress in der Familie, ein Umfeld, das sich immer schneller entwickelt – Gründe für das Gefühl der absoluten Erschöpfung gibt es viele. Wir wollen immer mehr leisten, sind ständig erreichbar und Schwäche kennen wir nicht. Das soll auf Dauer funktionieren? Wie Sie sich selbst vor Überforderung und Burn-out schützen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wo liegt das Problem?

Wir Menschen sind träge. Veränderungen bedeuten Unsicherheit. Wir müssen unsere Komfortzone verlassen, etwas Neues wagen oder lernen – und das gerade in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung immer schneller. Genau diese Veränderungen können schnell Sales up Call mit Holger Krackezu Stress oder Überforderung führen. Die Zahl derer, die unter Burn-out leiden, wird zunehmen. Schon heute ist der Zusammenbruch keine Seltenheit mehr. Dabei müssen wir stets beachten, dass Stress individuell wahrgenommen und beurteilt wird. Während eine bestimmte Situation wie beispielsweise ein Jobwechsel von dem einen problemlos „weggesteckt“ wird, kann sich jemand anderes damit völlig überfordert fühlen.

Die richtige Burn-out-Prävention

Wie Sie sich selbst am effektivsten vor Burn-out schützen, liegt eigentlich auf der Hand: Vermeiden Sie Überforderung und stressige Situationen. Die richtige Prävention spielt hierbei eine enorm wichtige Rolle. Eines der Ziele hierbei ist es, dass wir Veränderung als etwas anerkennen, das uns Spaß macht – nicht als etwas Angsteinflößendes. Immerhin werden wir fast täglich damit konfrontiert. Wenn wir es also schaffen, Veränderung als etwas Positives zu erleben und sogar aktiv darauf hinzuarbeiten, sinkt das Burn-out-Risiko. Wir benötigen eine Anpassungsstrategie, um mit potenziellen Stresssituationen besser zurechtzukommen und von dem Wandel um uns herum nicht fortgerissen zu werden. Diese Strategie orientiert sich im Wesentlichen an drei bedeutenden Kompetenzen: der Problemlösekompetenz, der kognitiven Kompetenz und der Entspannungsfähigkeit. Deren Ausprägung ist bei vielen von uns rückläufig. Daher lohnt es sich, bei der Burn-out-Prävention ein besonderes Augenmerk auf deren Stärkung zu legen.

Die Problemlösekompetenz

Wie aktiv gehen Sie an Aufgaben heran? Zählen Sie zu den Menschen, die unliebsame To-dos ewig vor sich herschieben oder überwinden Sie regelmäßig Ihren inneren Schweinehund? Denn genau darum geht es bei der ersten Kompetenz. Die Problemlöse- oder auch instrumentelle Stresskompetenz zeigt, ob wir noch in der Lage sind, unsere eigenen Aufgaben und Probleme selbstständig zu lösen. Können wir das nicht mehr, fallen wir in ein Muster der erlernten Hilflosigkeit. Betroffene haben dann das Gefühl, in ihrem Leben nur noch Beifahrer zu sein. Sie sind überfordert, haben scheinbar ihren eigenen Einfluss und ihre Handlungsfähigkeit verloren und glauben, dass sie wirklich gar nichts mehr können.

Ein Weg aus diesem Tief ist instrumentelles Stressmanagement-Training. Schritt für Schritt kann so wieder erlernt werden, dass die Betroffenen doch noch handlungsfähig sind und auch Probleme eigenständig aktiv angehen können. Dabei ist es auch wichtig, zu lernen, wie man mit Scheitern umgeht. Eine Fähigkeit, die zu den wichtigsten in der Burn-out-Prävention gehört.

Die kognitive Kompetenz

Die kognitive Kompetenz befasst sich mit unseren Emotionen – genauer gesagt damit, wie wir auf bestimmte Trigger reagieren. Ob das ein bestimmter Satz, ein Geruch oder eine Gesprächskonstellation ist – wir alle haben Trigger, die in uns etwas hervorrufen. Die einen fühlen sich komplett überfordert, wenn eine Präsentation bevorsteht; andere werden unsicher, wenn sie auf eine bestimmte Art angesehen werden. All diese Reaktionen werden von unserem Kopf gesteuert. In unseren Gedanken herrscht dann eine andere Wirklichkeit, die uns das Wahrnehmen der Realität erschwert, indem wir uns zwangsgesteuert und unsachgemäß verhalten. Dabei ist es je nach beruflicher Position unfassbar wichtig, auch in Stresssituationen rational zu reagieren.

Um sich vor Burn-out zu schützen, müssen Sie Ihren Triggern den Kampf ansagen. Eine Methode hierfür ist die Emotionsregulation. Reflektieren Sie Situationen, in denen Sie gestresst reagiert haben. Was war anders? Wo könnte der Auslöser liegen? Dann beginnen Sie, an Ihren Triggern zu arbeiten, indem Sie sich beispielsweise in Situationen bringen, in denen „ihr emotionaler Abweg“ beginnt. Wenn Sie Ihren Trigger einmal hinterfragen, fällt es Ihnen unter Umständen leichter, diesen zu entkräften.

Die Entspannungsfähigkeit

Neben den bereits erwähnten Kompetenzen nimmt auch unsere Aufmerksamkeit immer mehr ab. Besonders ärgerlich ist diese Tatsache, da wir im Job natürlich fokussiert, konzentriert und effektiv sein wollen. Wir kommen in einen Teufelskreis, der nicht selten in Burn-out endet. Schuld daran ist, dass wir uns permanent unter Druck setzen und dadurch dauerhaft angespannt sind – immer mit dem Ziel, mehr leisten zu wollen. Viele vergessen dabei jedoch, dass wir uns nur mit ausreichend Entspannung wirklich fokussieren können. Der Zusammenhang zwischen Konzentration und Entspannung ist proportional. Am leistungsfähigsten sind wir, wenn Entspannung und Anspannung in unserem Leben ausbalanciert sind. Wer jetzt aber denkt, dass es ausreicht, einfach mal früher Feierabend zu machen, liegt leider falsch. Wir müssen wirklich abschalten können, um zu entspannen. Wie das am besten funktioniert, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Führungspersonen und Burn-out

Burn-out wurde lange Zeit als typische Managerkrankheit gesehen. Das stimmt jedoch nicht. Betroffen sind eher die Ebenen darunter, die sich in „Sandwich-Positionen“ befinden und nicht den nötigen eigenen Spielraum haben, um Forderungen von unten und oben gerecht zu werden. Allerdings messen Führungspersonen der psychischen Gesundheit Ihrer Mitarbeiter eine steigende Bedeutung zu. Erst kürzlich ergab eine Umfrage, dass „Gesund führen“ in fünf Jahren Themen wie Digitalisierung und Wachstum abgelöst haben wird. Der Zusammenhang ist eigentlich logisch: Wenn ich darauf achte, dass es den Menschen um mich herum gut geht, geht es auch mir selbst viel besser.

Wer jetzt jedoch von Führungskräften verlangt, tatsächlich den Gesundheitszustand der Mitarbeiter zu überwachen, begibt sich wieder auf die falsche Fährte. Dafür fehlen schlicht die nötigen Fähigkeiten, weshalb diese Aufgabe eher zu Überforderung oder Ignoranz führt. Das schadet der Führungskraft und den Mitarbeitern. Stattdessen sollte im Unternehmen allgemein dafür sensibilisiert werden, Veränderungen bei den Menschen in unserem Umfeld bewusst wahrzunehmen und richtig damit umzugehen. Nur wenn Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, kann einem Burn-out effektiv vorgebeugt werden.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter vor Überforderung und den gesundheitlichen Folgen schützen können? Dann hören Sie sich meinen aktuellen Sales-up-Call mit Holger Kracke an. Der Vorsitzende des Deutschen Bundesverbands für Burn-out-Prävention gibt Ihnen im Interview wertvolle Tipps.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar!

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Warum Sie sich den Sales-up-Call zum Thema „Gute Gefühle“ anhören sollten:
Sie werden schon bald entspannter und fokussierter sein, denn Sie erfahren unter anderem...

  • …wie die Entspannungstechnik „herzfokussiertes Atmen“ funktioniert und welche bewiesenen Vorteile sie Ihnen bringt.
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Fotoquelle Titelbild: © Stokkete