Eine weitere Diskussion der Krise im Fernsehen, diesmal bei Johannes B. Kerner, lenkte gestern Abend die Beiträge der Diskussionsteilnehmer und die Fragen der Zuschauer immer wieder in die Richtung „Wo verstecke ich mich am Besten vor der Krise?“.

Wo parke ich mein Geld? Wie kann ich noch mehr Geld sparen? Wem kann man noch vertrauen? Wann kommt die Währungsreform? Von welchen Auswirkungen der Krise sollte ich noch Angst haben?

Die Einstellung auf der diese Fragen wachsen, ist genau das Problem: Mangelndes Vertrauen und beschädigte Zuversicht machen eine diffuse Krise am anderen Ende der Welt zu einem ernsten Problem hier. Speziell für Deutschland gilt das Phänomen der „German Angst„. Das Wort „Angst“ als Zustand einer unspezifischen Form der Furcht hat sogar den Weg in den amerikanischen Sprachgebrauch gefunden.

Neulich sprach ich mit einem Unternehmer und er sagte „Wir werden uns bis zum Ende der Krise ein-igeln, abwarten und unser Geld zusammenhalten. Man weiß ja nicht was da noch so kommt“. Oder vielleicht war er in Wirklichkeit kein Unternehmer sondern ein Unterlasser? Hoffentlich hat er einen guten Weckdienst engagiert…

Nachdem gerade vor Kurzem eine weithin beachtete inauguration speech von Barack Obama gehalten wurde, nehme ich eine Anleihe bei der ersten offiziellen Rede von JFK als Präsident der USA:

Frage nicht, was die Krise Dir antun kann.
Frage, was Du gegen die Krise tun kannst!

In diesem Sinne frisch ans Werk. Ich freue mich auf Ihre Meinung!